deckten eine Ungleichheit zwiſchen Picards und ihren Meſſungen,
62 Beertes Capitel.
daher 57421,4 Toiſen oder 62824,g ſchw. Faden, ſo weit man ſich
auf einen ſo kurzen Bogen verlaſſen kann(b).
Bey ſeiner Heimkunft wollte Maupertuis Picards Meſtſung berichtigen, weil er beſſere Inſtrumente hatte, als Picardgehabt, den Unterſcheid der Breiten zu meſſen; er nahm nachPicard den Abſtand der Parallele zwiſchen Paris und Amiens zu583227 Toiſen und fand den Unterſcheid der Breiten 10 112“, da-her ein Grad 57183 Toiſen ward(). Aber wenn die Beobach-tungen von der Strahlenbrechung befreyet werden, ſo iſt der Bo-gen 10 13“ und ein Grad 57157,8 Toiſen oder 62536,3 ſchw. Fa-den fuͤr die Breite von 490 207 20“1. Maupertuis berechnetenun auch das Verhaͤltniß der Axe und des Durchmeſſers des Ae-quators und fand, daß CP: CE= 177:17728 ſey(d), welches der
ſeel. Herr Staatsſecretair Klingenſtierna weiter ausfuͤhrte und
die Groͤſſe ſowohl der halben Axe als des Durchmeſſers des Ae-quators beſtimmte. 1 11“ 1
So bald die Groͤſſe des weſterbothniſchen Grades bekannt 1ward, fiengen die Mathematiker an, die ablange Figur, welcheCaßini der Erde beygelegt hatte, zu verwerfen, indem der nord-
laͤndiſche Grad groͤſſer war, als irgend einer, welcher in Frank-
reich gemeſſen worden. Es machten zwar noch wohl einige gegenMaupertuis Einwuͤrfe, aber alle ſeine Beobachtungen waren ſo
zureichlich berichtiget und die Genauigkeit der Inſtrumente ſo
durchgaͤngig bepruͤfet, daß alle Widerrede wegfiel und die abge-flachte Figur der Erde anerkannt ward(e). Caßini hielte nun
ſelbſt fuͤr noͤthig die pariſiſche Triangelverbindung zu berichtigen,und dies Geſchaͤft ward 1239 und 1740 ſeinem Sohn De Thuryund dem arbeitſamen Delacaille aufgetragen(†)). Dieſe ent-
und
(b) Vergl.§. 20.
(c) Degré du Meridien entre paris et Amiens. 8
dd) ebendaſ.(0) Wiſſenſchafts Akadem, Handl. 128 8 la Meridienne de Paxls vexificc. 8 8 8—