Band 
II.ter Theil.
Seite
74
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Viertes Capitel

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keit beſorgt, ſondern erforſchte nur die Hauptwahrheit, welche

aus Richers Verſuch folgte, welche man aber nicht zu glauben

— wagte, bis mehrere Beobachtungen dieſelbe beſtaͤtiget hatten.

In neuern Zeiten ſind dieſe Pendulverſuche mit mehr Ge-

nauigkeit angeſtellet. Im Jahr 1731 ſchickte Graham eine Uhr

an Campbell nach Jamaica; man unterſuchte die Uhr in Lon-don, ehe ſie abgeſchickt ward unter 510 31 Breite. Campbell

fand 1732 unter 180 Breite, daß die Uhr bey gleicher Waͤrme

ungefaͤhr 1 58“ langſamer gieng als in London(a), wornach dieRechnung giebt CP;: CE= 189,45:189,45. Nach der genaue-ſten Rechnung war die Verzoͤgerung 1 58,7“, welches

CP:CE= 12,23: 199,23 giebt. G.Die Kaͤnntniß von der Ungleichheit der Schwere iſt mit

der Lehre von der Figur der Erde allezeit verbunden worden.Diejenigen Aſtronomen, welche die Gradmeſſungen in Peru undWeſterbotnien verrichteten, machten an denſelben Stellen auchVerſuche mit dem Pendul, und damit die Vergleichungen derbeobachteten Pendullaͤngen deſto genauer werden moͤgten, ſo warddie Pariſer Secunden⸗Pendullaͤnge mit aͤuſſerſter Sorgfalt erfor-

ſchet. Mairan fand ſie durch ſeine vielen und genaueſten Ver-ſuche 440,57 Lin.(5). Bouguer nach ſeiner Zuruͤckkunft 440,58

Lin.(c). Godin beſtimmte ſie nach ſeinen Verſuchen zu 4405üin.(d) wie Deshayes und andere. Mit dieſem Maaſſe

ſtimmte das, was Delacaille gebraucht, uͤberein, naͤmlich, daß

das Secunden⸗Pendul ſeh 440,55 Ln.Im Jahr 1232 und folgenden beobachtete Maupertuisnit ein und eben derſelbigen Uhr in Pello unter 660 49/ Breite,in London und in Paris, wie viele Schwingungen das Uhrpendul. waͤh-(a) Trans. Philofoph. p., 302 ſed.(CP) Mem. Paris 1735. 8(0) Fig. de la terre p. 338.(Ad) Mem, 1735.2

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