75 Viertes Capitel.
Bouguer fand daſelbſt die Pendullaͤnge 438,82 oder 438,83 Lin.(D. Condamines Verſuch gab eben daſſelbe 438,84 Lin.(m);aber Don Juans Verſuch 438,75 Lin. Aus dieſen Verſuchenkann man das rechte Verhaͤltniß zwiſchen der Erdaxe und denDurchmeſſer des Aequators nicht ſchlieſſen; denn im hoͤhern Ab-ſtande von der Erdflaͤche nimmt die Schwere ab. So beobach-tete Bouguer 1734 auf dem Pichincha, daß in der Breite vonQuito und 2400 Toiſen hoch das Secundenpendul nur 438,69 Lin.lang ſey(n). Hiedurch wurden Bouguer und Condamine
veranlaſſet, nach den Meersſtrand hinab zu reiſen unter 9 fuͤdli-cher Breite an den Ausfluß der Jama. Bouguer fand daſelbſt40 Toiſen uͤber der Meeresflaͤche die Pendullaͤnge 439,07 Lin.(n);
aber Condamine 438,932 Lin.(0-⸗Erſteres giebt CP: CE= 164,13: 165,13; lezteres 150,75:151,75. 1. 8Condamine ſoll auch in Punta Palmar2 Breite die Pen-
dullaͤnge 439,96 Lin. gefunden haben, ſo daß CP:CE= 153,85
2154,85 wird(0)..Don Juan fuͤhret auch an,(p) daß er auf ſeiner Ruͤckreiſe190 46 Breite zu Guarico oder Cap Frangois die Pendullaͤngebeobachtet und 439,32 Lin. gefunden habe, welche Pendullaͤngemit der von Mairan zu Paris gefundenen CbaGE 157,93
158,93 giebk.
Im Jahr 1741 ließ der beruüͤhmte Prof. Celſius eine aſtro-nomiſche Uhr fuͤr die Upſalſche Sternwarte anſchaffen; ſie wardvon Graham in London verfertiget, und dieſer fand, daß die Uhrdaſelbſt 2,6 voreilete waͤhrend eines Umlaufs der Sterne um dieErde, wenn das Reaumuͤrſche Thermometer 2 Gr. uͤber den Ge-frierpunct ſtand. Celſius brobachtete die Voreilung der Uhr zuUpſal fuͤr ſelbige Zeit bey eben dem Waͤrmegrad, und beſtimmteſie zu 28,4 Sec.(qh Alſo muͤſte, wenn man fuͤr die Breite
von(2) Obf. Aſtron, P. 2352.(g) Wiſſenſch. Akd. Handl. 1744.