28 Viertes Capitel.trauen ſezt, und befuͤrchtet, daß er auf dem Wege von Paris ge-
kruͤmmet worden; dies hat auch vor ſeinem Tode nicht berichtiget
werden koͤnnen, und es bleiben ſolchergeſtalt die durch das Maaßgefundene Pendullaͤngen ganz ungewiß, weswegen ſie hier auchweggelaſſen werden. ö1X“
Unter den im vorhergehenden 9. angefuͤhrten 25 Berechnun-
gen des Verhaͤltniſſes der Are der Erde und des Durchmeſſers
des Aequators ſindet man eine groſſe Verſchiedenheit; wenn mandaher aus allen das Mittel nimmt, ſo erhaͤlt man CP: CE=
185,9:186,9. Aber wenn mehr Perſonen an einer und eben der-
ſelben Stelle beobachtet haben, wie in America und die america-
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niſchen Beobachtungen ziemlich zu einem groͤſſern Verhaͤltniß zwia
ſchen Cp und Ox einſtimmen, ſo kann man dies Mittel eben
nicht ganz der Wahrheit gemaͤß halten. Man muͤſte um des-
willen zuerſt von denen an einer Stelle gemachten Brobachtungendas Mittel nehmen, und hernach die Mittelverſuche zuſommenbringen, um daraus das Mittel herzuleiten. Dadurch entſtehen
19 Vergleichungen, deren Mittel iſt CP:CE= 192,27: 193,27.Eben ſo koͤnnte man die Beobachtungen nach der Anzahl der Be-
obachter abtheilen, und zuerſt ein Mittel aus eines jeden Reſul-tate nehmen, ſo erhaͤlt man m Mittelreſultate, deren Mittel iſtCP;CE= 190,727: 191,77. Dieſe drey Reſultate zeigen, daßdie bey den angeſtellten Pendulverſuchen gebrauchten Methoden
einen Unterſcheid in Beſtimmung der Pendullaͤngen verurſachen
duͤrften, denn Campbells Verſuch in Jamaica kommt dieſenMittelreſultaten nahe, obgleich die Breite faſt eben ſo groß iſt/als auf Goava, woſelbſt die Beobachtungen beſonders von Con-
damine weit von dem Mittelreſultat abweichen. Mand wird
durch Bouguers Anmerkung in dieſen Gedanken beſtaͤrket, daßdas Secundenpendul zu Paris zu 440,627 En. beſtimmt werden