Band 
II.ter Theil.
Seite
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Fuͤnſtes Capitkel.

Dies iſt das groſſe Geſetz der Schwere in der Natne 5-16. welches Newton durch ſeine Betrachtungen uͤber die Bewe-

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gungen der Coͤrper in der Ellipſe erfunden hat, da ſie naͤmlich um

einen Brennpunct Raͤume beſchreiben, die den Zeiten, darin dieBogen zuruͤckgeleget worden, proportional ſind. Dies iſt das Ge-ſetz, wodurch die neueſten Verbeſſerungen der Sternkunde erfun-den worden, und durch daſſelbe koͤnnen die ruͤckſtaͤndigen ausge-forſcht werden. Ein ſolches Geſetz, in der Bewegung der Erde

um die Sonne, von welchem wir finden werden, daß die Erde es

mit vielen andern Welteoͤrpern gemein hat, uͤberfuͤhrt uns, daßdie Erde eben ſo wie dieſe ſich um die Sonne bewege, und verbeutuns zu glauben, daß die Sonne um unſee kleine Kugel laufe undden ganzen uͤbrigen Haufen mit ſich um die Erde ſchleppe, ohnedaß ihre Bahnen verruͤckt wuͤrden..

Die fuͤrtrefliche Ordnung des Schoͤpfers erhellet deutlichaus dem beſtaͤndigen Gange der Erde in einer und eben derſelbi-gen Bahn, und aus der Eigenſchaft, welche er der Sonne bey-geleget, die Erde in ihrem Laufe in gehoͤrige Graͤnzen zu halten.Es iſt gewiß, daß jedermann, der die Einrichtungen der Allwiſ-ſenheit in der Natur betrachtet, uͤber ihren Zuſammenhang biszur innerlichen Bewunderung geruͤhrt wird; aber am ſtaͤrkſtenwerden unſre Sinnen durch die Sternkunde empor gehoben, wo-ſelbſt wir zwiſchen den groſſen Welteoͤrpern eine Gemeinſchaft un-ter einander entdecken, die nebſt unſrer Erde von der Sonne er-leuchtet und erwaͤrmet werden und weit von ihr in unbegreiflichenRaͤumen ſchweben.

Wir haben nun die Beſchaffenheit von der Bewegung derErde um die Sonne geſehen, aber wir muͤſſen auch zugleich wiſeſen, daß ſich mehrere Coͤrper auf gleiche Art um die Sonne be-

wegen, naͤmlich⸗Mercur beſchreibet eine Ellipſe zunaͤchſt um dieSonne;