1 Ven Bewegung des Mondes um die Erde. 141
nen Lichtbogen oder Horn. Bey Q iſt der Mond halb; in Eſcheinet er beynahe voll, doch iſt er an der linken Seite flacheroder der Rand iſt elliptiſch; bey P iſt der Mond vollkommen rund;aber bey F iſt die rechte Seite auf gleiche Art wie die linke bey E.8 abgeflachet; wenn der Mond nach q kommt iſt er wieder halb,aber nun iſt die rechte Seite dunkel, welche in helle war; beyD hat der Mond wieder eine hornfoͤrmige Phaſe, welche nun ander rechten Seite offen iſt, aber bey C war ſie es an der linken,wie beyſtehende Figuren uͤberall anzeigen. Dieſe Mondphaſenſind durch beſondere Nahmen unterſchieden. In N heiſſet diePhaſe Neumond oder Neulicht, als wenn der Mond da aufsneue entſtanden waͤre oder angeſteckt worden, da er vorher aus-geloͤſcht war; in Lheiſſet die Phaſe das erſte Viertheil; in PVollmond, in g das lezte Viertheil. Durch dieſe Nahmenwird der ganze ſynodiſche Monath in 4 Theile abgetheilet, derenjeder ungefaͤhr 2 Tage 9 Stunden enthaͤlt. Der Neu⸗ und Voll-mond wird oft mit einem Worte Syzygien, und das erſte undlezte Viertheil die Ouadraturen genannt. Man kann ſich leichtvorſtellen, daß dieſe Erklaͤrung der Mondphaſen, die nun allge-mein bekannt iſt, anfangs ſehr tiefſinnig geſchienen, und daßman eine vollkommene Ordnung der Abwechſelungen des Mondesgefunden zu haben geglaubt, als man auf die nun angefuͤhrtenUrſachen der ungleichen Mondphaſen gekommen war; aber unſerNebenplanet hat, auſſer dieſer Abwechſelung, ſo viele kleine Ver-aͤnderungen in ſeinem Gange, daß die Aſtronomen ſich oft uͤberdie Muͤhe, welche er ihnen verurſacht hat, beſchweret haben.Ehe wir ſelbige genauer unterſuchen, muͤſſen wir uns erin-nern, daß ſich die Erde um die Sonne bewege. Wenn alſo dieonne in S iſt(Fig. 33.), der Neumond einfaͤllt, wenn dieErde in 1 iſt, und die Mondbahn AB.iſt, ſo muß der MondLſtehen. Wenn nun der naͤchſte Neumond einfaͤllt, hat ſichdie Erde von T nach t beweget, und wenn man St ziehet, ſo“ S 3 1 muß-