175 Sechstes Capitelde, ſondern auch bey den Umdrehungen der Hauptplaneten ſelbſtum ihre Axe beobachtet wird. Hieraus folget, daß wenn dieErde in Tiſt, und die Linie ATa mit LI parallel gezogen wor-den, ſo daß ſie die Mondbahn in A und a trift, ſo muß die Ebe-ne PLpl, wenn ſie verlaͤngert wird, durch den Mittelpunct derErde gehen, wenn der Mond in A und a kommt. Wenn alſoNnm eine auf Al ſenkrechte Ebene vorſtellet, ſo muß in A. derobere Pol des Mondes ſichtbar, aber in a unſichtbar ſeyn, undumgekehrt der niedere Pol in A unſichtbar und in a ſichtbar ſeyn.Reben dem Pol P iſt ein Theil der Oberflaͤche des Mondes besA ſichtbar und bey à unſichtbar, derjenige naͤmlich, welcher obenuber der Ebene der Mondbahn zwiſchen der Ebene Nn und einerandern Ebene enthalten wird, die durch Pp gehet und auf derEbene PLOpl ſenkrecht ſtehet; umgekehrt iſt der Theil der Mond-:oberflaͤche von dieſen Ebenen unter der Mondbahn eingeſchloſſenbey A unſichtbar und bey a ſichtbar. Dieſe Schwankung iſtalſo ſuͤdlich oder nordlich und PEN betraͤgt nur 20; aber die erſte-re war weſtlich oder oͤſtlich und gehet uͤber ganze 6 Grade.
§. 50.Ehe wir die Betrachtung des Mondes verlaſſen, muͤſſen
wir noch von ſeinen Finſterniſſen reden und zeigen, wie auch dieErde durch ihn verfinſtert werden kann. Der Mond iſt an ſich
ſelbſt dunkel, ſo wie die Erde, und wird von der Sonne erleuch-
tet§. 4r. Daher kommt es, daß die Erde ſowohl als der Mondeinen Schatten haben; dieſer Schatten hat eine kegelfoͤrmige Fi-gur; denn es ſey((Fig. 47) der Mittelpunct der Sonne inund der Mittelpunct der Erde oder des Mondes in; man ver-binde SI und verlaͤngere die Linie nach U, ſo daß TU ſich zu80U verhalte, wie der Durchmeſſer der Erde oder des Mondeszum Durchmeſſer der Sonne. Man lege durch US eine Ebene
und ziehe in ſolcher aus U die Linje UA, welche die Sonne tan-“ 8 giret,