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ſich nun die Ebene um 81 drehet, ſo entſtehet eine kegelfoͤrmige
8 Figur, deſſen Spitze U iſt; da aber der Sonnenſchein, welcherieſen Kegel von S bis erleuchtet, nicht durch die Erde oderd den Mond in I durchdringen kann, ſo muß dieſer Kegel von T
bis U dunkel ſeyn. Daher wird dieſer Kegel von den Aſtrono-
men Schattenkegel genannt. Wenn die Sonne eben ſo groß
weaͤre, als der dunkle Coͤrper, ſo wuͤrde Aa parallel mit S2 unddie Figur des Schatten waͤre cylindriſch; da aber die Sonne groͤſ-
ſer iſt als jeder Planet, ſo haben ſie auch alle coniſche Schatten.Die Aren dieſer Schattenkegel liegen allezeit in den Ebenen ihrer
Zahnen.
ſo kann er die Sonne nicht ſehen, und wenn ein Coͤrper von deronne erleuchtet wird, aber ſich ſo beweget, daß er in den Schat-tenkegel tritt, ſo verliehret er ſein Licht oder wird verfinſtert. Die
Mondfinſterniß entſtehet alſo, wenn der Mond bey ſeiner Be-wegung um die Erde in den Erdſchatten geraͤth und den Schein
verliehret, den er von der Sonne hat. Auf ſelbige Art wird dieErde verfinſtert, wenn der Mondſchatten bey der Bewegung bey-
der Coͤrper uͤber die Oberflaͤche der Erde weggehet und das lichtder Sonne benimmt, daher dies eine Sonnenfinſterniß heiſſet,aber in der That iſt es eine Erdfinſterniß. Hieraus iſt klar, daß
1 keine Sonnenfinſterniſſe als um die Zeit des Neumondes undkeine Mondſinſterniſſe als um die Zeit des Vollmonds einfallenkönnen. Die Aſtronomen beobachten dergleichen auch an dem8 Jupiter und deſſen Monden; denn wenn einer von ihnen in Ju-
piters Kegelſchatten gehet, ſo verſchwindet er; und wenn einervor dem Jupiter uͤber gehet, ſo ſiehet man auf Jupiters Scheibeeinen dunkeln Flecken, welcher mit dem Monde fortgehet und ſo
vie der Mond den Jupiter verlaͤſſet. Dieſe Verfinſterungsftecken auf Jupiters Scheibe ſind bey einem groͤſſern Monde auch
Von Bewegung des Mondes um die Erde. 17.giret, ſ beruͤhret ſolche auch die Erde oder den Mond in a. Wenn
Wenrn jemand in den Schattenkegel UaTbl geſtell wird,
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Weltbeſchr. II. Theil. 8 groͤſſer