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Von Bewegung des Mondes um die Erde. 183Sonne eine Breite von 23,6 ſchwediſche Meilen einnimmt. Auf
dem Wege des vollen Schatten iſt die Finſterniß kotal, aber an
beyden Seiten deſſelben ſiehet man ſie in eben der Ordnung par-
kial, und deſto kleiner, je weiter man von dem Mondſchatten
ege auf der Erdoberflaͤche entfernet iſt. Alles dies kann auchauf dem Mond und den Beobachter in demſelben angewandtwerden, nur mit dem Unterſcheide, daß der Durchmeſſer desErdſchattens in der Entfernung des Mondes ungefaͤhr dreymahl
Keͤſſer iſt, als der Monddurchmeſſer, ſo daß der ganze Mond aufeanmahl total verſinſtert werden kann. Aber wir haben nicht noͤ-
thig Erſcheinungen zu betrachten, die fuͤr die Mondeinwohner ge-zoͤren, ſondern nur in ſo weit ſie fuͤr uns bemerkbar und ſichtbarſind, welches hienaͤchſt gleich berichtiget werden wird. 8Bey den Sonnenfinſterniſſen iſt nun noch uͤbrig, die man-nigfaltigen Veraͤnderungen zu betrachten, die ſie an einem gege-enen Orte haben koͤnnen.s.¹) Der Mond laͤuft um die Erde, und die Erde gehet um
die Sonne; aber bey jeder Sonnenſinſterniß gehet der Mondzwiſchen der Erde und Sonne, daher kommt es auf die Geſchwin-digkeit an, mit welcher Mond und Sonne ihre Winkel um dierde zu beſchreiben ſcheinen, wenn man die Dauer einer Son-nenfinſterniß wiſſen will. Aber dieſe Geſchwindigkeit iſt in unglei-hen Puncten der Mondbahn ſowohl als der Erdbahn ungleich,wie aus dem vorhergehenden bekannt iſt, deswegen iſt auch dieauer der Finſterniſſe ungleich.
2) Die Erdape neiget ſich gegen die Ebene der Eccliptik,worin die Sonne ſich zu bewegen ſcheinet, nach einer gewiſſeneite, daher kommt es, daß der erleuchtete Theil der Erde, dieogenannte Erdſcheibe nicht allezeit, ſondern nur an einerley Ta-en des Jahrs oder der Umlaufszeit der Erde, einerley iſt. Wennalſo gleich der Weg des Mondſchattens in Anſehung der Ebeneer Eecliptik und der Abſtandslinie der Erde von der HSeaghesu 1— 3 nerley