Band 
II.ter Theil.
Seite
212
JPEG-Download
 

212

Siebentes Capitel.

merken an andern Stellen gleichſam einen lichtſchein, ohne einige

Sterne unterſcheiden zu koͤnnen; aber durch Teleſcope ſiehet manan ſolchen Stellen eine Menge Sterne, die ſich gkeichſam zuſam-mengehaͤufet. Iſt ſolches nicht ein Beweis, daß gleich groſſeSterne in einem gewiſſen Abſtande geſehen und unterſchieden wer-den koͤnnen, aber in groͤſſerer Entfernung in dem Auge ein ver-wirrtes Bild, als einen ſchwachen Schein, zu erregen anfangen?

Die Anzahl der Firſterne ſcheinet dem erſten Anſehen nach

ſehr groß zu ſeyn; indeſſen haben die Aſtronomen ſich doch veran-laſſet gefunden, ſie zu zaͤhlen; aber ehe eine ſolche Zaͤhlung vor-

genommen ward, theileten ſie die Firſterne in gewiſſe Sammlun-gen ab, welche noch Aſteriſmen, Conſtellationen, Sternbil-der genannt werden. Dieſe Conſtellationen begreifen gewiſſe

Gegenden am Himmel in ſich; bey der Eccliptik ſind ſie mehren-

theils von Bildern der Thiere hergenommen, und machen eineganze Zone oder Guͤrtel aus, deren Kaͤnntniß wegen der Veraͤn-derung der Jahrszeiten waͤhrend des Sonnenlaufs wichtig iſt.Die erſten Eintheilungen der Conſtellationen waren bey der Ec-

gliptik nach der Ordnung, wie der Sonnenlauf beobachtet worden⸗,

gemacht. Es ſind ihrer zwoͤlf und heiſſen die himmliſche Zei-chen, aber die ganze Zone heiſſet Thierkreis. Hiernach theilendie Aſtronomen jezt die Eccliptik in zwoͤlf gleiche Theile, davon

—

jeder 300 enthaͤlt, und welche eben himmliſche Zeichen genannt.

werden. Sie behalten auch die Nahmen der Conſtellationen-welche. bey der erſten Eintheilung dieſe Theile der Eccliptikeinzunehmen ſchienen, und werden von dem Ort der Sonne am21 Maͤrz oder von dem Anfangspunet der Eceliptik an gezaͤhlet-wie folget: Der Widder, der Stier, die Zwillinge, der Krebs-der Loͤwe, die Jungfrau, die Waage, der Scorpion, der Schuͤ-ge, der Steinbock, der Waſſermann, die Fiſche.“