Band 
II.ter Theil.
Seite
211
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Von Eintheilung der himmliſchen Sphaͤre. 271jaͤhrliche Parallare der Fixſterne eine Seeunde waͤre, ſo wuͤrdeder ſcheinbare Durchmeſſer nur der hundertſte Theil einer Secun-de ſeyn; man muß alſo keinesweges den Durchmeſſer eines Fix-ſterns, wenigſtens nicht mit bisher gebraͤuchlichen Inſtrumenten

meſſen koͤnnen. Die Erfahrung ſtimmet hiemit uüͤberein, daß esvergebens geweſen ihre Durchmeſſer zu beſtimmen. Solcherge-ſtalt geſchiehet es auch, wenn ein Firſtern vom Monde bedecktwird, daß er klar bis auf den Augenblick ſcheinet, da er zu verloͤ-ſchen ſcheinet, und daß dies Verloͤſchen bey Sternen von unglei-cher ſcheinbaren Groͤſſe gleich geſchwinde geſchiehert. Wir ſehenalle Fixſterne als leuchtende Puncte ohne alle Groͤſſe, wenn wirſie durch groͤſſere Teleſcope anſehen, ungeachtet dieſelben dieſcheinbare Groͤſſe der himmliſchen Coͤrper verſchiedentlich vergroͤſ-ſern, und wenn man Sterne von der erſten Groͤſſe, von der an-dern u. ſ. w. unterſcheidet, ſo gruͤndet ſich dieſe Eintheilung nichtauf merkliche Verſchiedenheit in der Groͤſſe ihrer Durchmeſſer,ſondern auf die ungleiche Lebhaftigkeit oder Klarheit des Lichts,welche bey ihrer groſſen Anzahl ungleich ſcheinet. Dieſer Unter-ſcheid kann aus der ungleichen Beſchaffenheit des Lichts entſtehen,da einige roͤthlich, wie Mars, andre blau, andre mehr weiß u.ſ. w. ſcheinen; oder der ungleiche Glanz der Sterne kann auchvon ihrer ungleichen Groͤſſe herruͤhren, daß naͤmlich der eine viel-mahl groͤſſer iſt als der andre. Die ungleiche Dichtigkeit dieſer

onnen, ihre ungleiche Entfernung von der Erde, koͤnnen zu-gleich zu den ſcheinbaren Unterſcheid unter ihnen beytragen.Hiebey muß man nicht vergeſſen anzumerken, wie derSternhimmel durch den Gebrauch der Teleſcope deſto mehr mitternen bereichert wird, je groͤſſere Teleſcope man gebrauchet,oder je mehr ſie unſer Geſicht unterſtuͤtzen und uns mehr und mehrermoͤgen geben, in weiterer Ferne zu ſehen. So ſehen wir angewiſſen Gegenden mit bloſſen Augen wenige Sterne, aber durchehroͤhre an eben dieſen Stellen eine groſſe Nenge. Wir be-8 1 mer-