Band 
II.ter Theil.
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233 Sieebentes Capitel

bende Luft unendlich ausgedehnet und dadurch untauglich werden,die in Rauch aufſteigende Duͤnſte wegzufuͤhren. Ja wenn diePlaneten von ihren Sonnen aufgebrannt werden muͤſſen, ſo kann

man fragen, wozu die Sonne nutzn ſoll, wenn ſie nun alle ihrePlaneten in ſich hat? Man ſiehet hieraus, wie weit die Einbil

dung der Menſchen ſich in ihren Gedanken verliehren kann, undman duͤrfte hier den Kitzel wieder kennen, der gerne groſſe Re-volutionen vorſtellen und ſich mit Erdichtung eines allgemeinenUnterganges oder Zerſtoͤhrung des groͤſten Werks beluſtigen will(Vergl.§. 35.)

Das ſcheinbare periodiſche Verſchwinden und Anzuͤnden

oder neues Hervorleuchten der Fixſterne kann ſich zuweilen dadurchzutragen, daß die Planeten, mit welchen ſie umgeben ſind, zwi-ſchen der Erde und den Firſtern ſtehen, ſo daß er auf einer ge-wiſſen Zeit nicht geſehen werden kann, bis ſie vor ihm wegge-kommen. Ihr eicht kann auch durch groſſe und dunkle Coͤrperuns entzogen werden, welche in dem groſſen Weltraum ſo gutmoͤglich ſind, als die Fipſterne; dieſe dunkeln Coͤrper koͤnnen ſichentweder vor den Fixſternen bewegen, oder die Firſterne koͤnnenauch hinter dieſe Coͤrper durch ihre eigene Bewegung treten. DieFiyſterne koͤnnen auch noch auf mehrere Arten verſchwinden undwieder erſcheinen. Wir ſehen daß Saturns Ring flach iſt, unddaß er unſichtbar iſt, wenn wir ihn auf der duͤnnen Seite ſehenmüͤſſen, oder wenn wir in der Ehene des Ringes ſtehen. Wennes alſo ſehr flache Firſterne giebt, die ſich um ihre Are ober denkuͤrzeſten Durchmeſſer drehen, ſo daß ſie zuweilen die duͤnnſte Sei-te gegen die Beobachter auf der Erde richten, ſo muß ihr Licht ab-nehmen und verſchwinden, wenn die Ebene ihres Aequators ſichgegen die Erde wendet. Man muß auch merken, daß wennviele Sterne in einer Gegend ſtehen, es geſchehen koͤnne, daß eingroͤſſerer oder hellerer Stern oft merklich den Schein derhern