Von Eintheilung der himmliſchen Sphaͤre. a37 M
Dies kann auch auf den Oberflaͤchen der Fixſterne geſchehen, unddie Flecken koͤnnen darauf beſtändiger und noch groͤſſer ſeyn, alsdiejenigen, welche auf unſrer Sonne gefunden werden. DieſerGedanke ſcheinet mir weit wahrſcheinlicher, als was einige glau-ben, daß naͤmlich die Sonnen brennende Meere ſind, deren Ma-terie mit der Zeit wegdunſtet, ſo daß ſie ganz verſchwinden, welcheſich aber zuweilen neue Nahrung und Schein dadurch erwerbenfoͤnnen, daß Planeten ſich in ihnen hineinſtuͤrzen. Man mußdann dafuͤr halten, daß die Planeten eigentlich zum Unterhaltihrer Sonnen erſchaffen worden, daß ſie zuerſt licht und Waͤrmevon ihnen genieſſen, daß aber nach und nach ihre Kreiſe kleinerwerden, um ſich den Sonnen zu naͤhern, bis ſie einmahl ſo weitkommen, verbrannt zu werden. Ein ſolcher Zerſtoͤhrungsgedan-ke ſcheinet doch der Dauerhaftigkeit unſers Planetenſyſtems nichtLemaͤß zu ſeyn; denn der Comet von 1680 lief ſehr nahe an dieSonne. Es kann auch dieſes Syſtem durch keine einzige Beob-achtung wahrſcheinlich gemacht werden; denn ob man gleich be-hauptet, daß der Widerſtand des feinen Ethers, darin die Pla-neten ſich bewegen, ihre Bahnen verkleinern ſoll, ſo iſt doch nochkein Grund da, anzunehmen, daß ſolcher Widerſtand und Ver-kleinerung der Bahnen durch Beobachtungen entdeckt worden.Wenn aber auch der Widerſtand des Ethers bey den Planetenzugegeben werden koͤnnte, ſo folget doch daraus noch nicht, daß. ihre Kreiſe zuſammengedraͤnget oder verkleinert werden muͤſten;denn da man vorgiebt, daß die Sonnen brennen, ausduͤnſten undkleiner werden, ſo muß ihre anziehende Kraft gegen die Planetenabnehmen, und die Bahnen der Planeten muͤſſen dadurch erwei-tert werden, daher iſt es eben ſo wahrſcheinlich, daß ſie ihreSonnen nie erreichen. Uebrigens iſt es nicht ſehr begreiflich,daß die Sonnenmatedie verrauchen ſollte; denn wenn der dichte11“ wuͤrklich brennete, ſo wuͤrde die die Sonne umge-bende