abo Siebentes Capitel.liſche Sphaͤre ſchneidet. Der Winkel ms, welcher die jaͤhr-
liche Parallaxe genannt wird, giebt den Unterſcheid zwiſchendem ſcheinbaren Ort des Planeten fuͤr die Beobachter von der Er-
de und aus der Sonne an. Errſterer heiſſet der geocentriſcheOrt, und lezterer der heliocentriſche Ort des Planeten. Wenn
die Erde in t waͤre, da der Planet in M iſt, ſo waͤre„ der geocen-
triſche Ort des Planeten und die Parallare waͤre dem WinkelSMp gleich. Alſo muͤſſen wir wiſſen, daß die Planeten einejaͤhrliche Parallaxe haben, ob die Firſterne gleich frey davon2 8.Dieſe Parallaxe findet man leicht, wenn man aus denaſtronomiſchen Tabellen den Winkel TSM oder tSM und dasVerhaͤltniß der Abſtaͤnde ST, SM oder St, SM ausrechnet.Bey dem Saturn kann ſie auf 60 ſteigen, bey dem Jupiter anu19, bey dem Mars an 420, aber bey den untern Planeten an1800., Deswegen ſuchen an deren Stelle die Aſtronomen dieParallaxe der Erde fuͤr einen Beobachter in dieſen Planeten, wel-che fuͤr die Venus ungefaͤhr an 480 und fuͤr Mercur an 330 ſtei-gen kann. Bey den Cometen koͤnnen auch dergleichen Paralla-ren, welche aus ihren und der Erde Bewegungen um die Sonneentſtehen, beobachtet werden. Aber da die Bahnen der Come-ten, auch nicht einmahl des Halleyſchen, noch nicht genau bekanntſind, ſo hat man noch nicht unterſuchet, wie groß ihre jaͤhrlicheParaͤllaxen berechnet werden muͤſſen. Hiezu kommt noch das ei-nige von ihnen, die uns ſichtbar werden, in einem Theile ihrer
Bahn innerhalb der Erdbahn gehen, ob ſie gleich den groͤßten
Lheil ihres Weges auſſerhalb derſelben gehen, und einen ſehrgroſſen Abſtand von derſelben erreichen. Man muß alſo hiebeymerken, daß dieſe Parallaxen ſich wegen der veraͤnderlichen Her-ker und Abſtaͤnde ſowohl der Planeten als der Erde vielfaͤltig ver-aͤndern koͤnnen, 8
Wir