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Von Eintheilung der himmliſchen Sphaͤrr. a64
Wir haben nun noch von der taͤglichen Parallaxe zu reden.
Es ſey Fig. 67) àBC die Erde und J† ihr Mittelpunct; es
ſey AHl eine Tangente in A oder ſtelle den Horizont vor, und esſey ein Welteoͤrper, als der Mond, in H, ſo wird ein Beobach-ter in A den Welteoͤrper H an der himmliſchen Sphaͤre in L. ſe-hen, aber aus dem Mittelpuncte— wird er in Aerſcheinen, undder Unterſcheid der Oerter R und L iſt dem Winkel AHI gleich,
indem der Mittelpunct der himmliſchen Sphaͤre in H angenom-
men werden kann. Dieſer Winkel AHL., welcher gleich iſt
mit AH, heiſſet die horizontale Parallaxe des Welteoͤrpers.
Der Punct A iſt der wahre Ort des Welteoͤrpers und L ſeinſcheinbarer Drt. Wenn aus I in der verticalen Ebene ein
Circut Uh gezogen wird, und ein Welteoͤrper ſtehet in h, ſo iſt
AhT= Ih) auch ſeine Parallare und heiſſet die Hoͤhenparal-
laxe. liſt der ſcheinbare und ² der wahre Ort deſſelben. Man
verlaͤngere die Verticallinie nach 2, ſo iſt
TH: TA= fin TAH: ſin AHT und Th: IA= ſin TFTàh
ſin AhT; daher iſt ſim TAH: finàlT= ſin TAh: ſin AhTund ſin TAH: fin TAh= fin AHlT: fin AhT,..das iſt, der Hoͤheparallaxen Sinus verhalten ſich wie die Sinuihrer ſcheinbaren Abſtände vom Zenith, wenn des Welteoͤrpers
Abſtand vom Zenith einerley iſt. 8Wenn ein anderer Welteoͤrper in G iſt, ſo iſt ſeine Hori-
zontalparallare TGL.= AGI; aber esiſt in AHlT: ſin AGT=TG: TH, bdaraus folget, daß die Sinus der Horizontalpa-ralaren ſich umgekehrt, wie die Abſtaͤnde der Welteoͤrper ver-halten. Auf gleiche Art wird dies von den Hoͤheparallaxen be-
wieſen, wenn die ſcheinbaren Hoͤhen der Welteoͤrper einerley oder
gleich groß ſind. Hiernach ſcheinet die Kaͤnntniß der taͤglichenParallapen leicht auszumachen ſeyn, wenn die Erde ſphariſch iſt,das iſt, wenn die Lnie von dem Orte des Beobachters nach den1 Kk 3 8 Mit-