Band 
II.ter Theil.
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282
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282 Achtes Capittel

Sonne, Mars, Jupiter und Saturn dafuͤr an. Da man alſoglaubte, daß Saturn die erſte Stunde des Tages herrſchte, ſoward ſolcher Tag auch Saturns Tag, bey uns Sonnabend, ge-nannt(a). An dieſem Tage herrſchte Jupiter die zwote Stun-de, Mars die dritte, u. ſ. w. ſo daß Saturn die achte, funfzehn-te und zwey und zwanzigſte Stunde regierte, aber die Sonne diefuͤnf und zwanzigſte Stunde, das iſt, die erſte Stunde des fol-genden Tages, welcher daher der Sonnentag oder Sonntag ge-nennet ward. Auf gleiche Weiſe iſt die Benennung des Mon-destag oder Montags und der uͤbrigen entſtanden; des Marstagbey uns Dienſtag, Mercurs Tag, bey den Gothen, Odens Tag,bey uns Mittwoch; Jupiters Tag, bey uns Donnerstag; undder Venus Tag, bey uns Freytag.

Der Monath hat ſeinen Nahmen vom Monde, aber wennman zwoͤlf Monathe zuſammenrechnet, ſo findet man die Anzahlſolcher Tage nur um einige Tage von der Umlaufszeit der Sonneunterſchieden, denn zwoͤlf Monathe machen 354 Tage 8 St. 49036% und die Sonnenperiode 365 T. 5St. 48/ 49 ,(§. 36). EinMonath iſt alſo ungefaͤhr der zwoͤlfte Theil eines Jahrs, und da-

ber theilet man die Eccliptik in zwoͤlf Theile oder Zeichen. DieAſtronomen nennen die Zeit, da die Sonne ein Zeichen durchlaͤuft,Sonnenmonath; und Mondenmonathe bezeichnen die Perio-den ſeiner Geſtalten. Hieraus entſtehet das Mondjahr undSonnenjahr, die noch beyde gebraͤuchlich ſind. Auf das Son-nenjahr rechnet man allezeit zwoͤlf Sonnenmonathe, aber auf dasMondjahr zuweilen zwoͤlf zuweilen dreyzehen Monathe, einigehaben an der Stelle eines ganzen Monaths jedem Jahre einigeTage zugelegt. Die Abſicht war den Anfang der Jahrszeitenbeyzubehalten, das iſt, daß die Nachtgleichen und Sonnenwen-

den

0a) Die Aegyptier rechneten Saturns Dag fuͤr ben erſten. Visnol.CNron. 1. 6. Wpeſet rechneten Satumms Tag fir den erſten. Vigno