Neuntes Capitel.
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laͤſſet es nicht zu, daß wir uns daruͤber in eine naͤhere Erklaͤrung
einlaſſen. 1Nun haben wir noch der genauen Abmeſſung der Zeit fuͤr dieBeobachtungen zu erwaͤhnen. Die Aſtronomen gebrauchen dazu
die Penduluhr, beſonders ſolche, die nach Grahams Einrichtungdes Penduls ihren Gang von der Kaͤlte und Waͤrme nicht veraͤn-dern. Der Gang der Uhr pfleget gemeiniglich ſo genau nach der
mittlern Zeit abgepaſſet werden, als geſchehen kann, ohne oft dieBewegung der Uhr zu ſtoͤhren. Danaͤchſt muß ſie mit demDurchgang der Sonne durch die Mittagsebene, welcher das wah-re Mittagsmoment angiebt, verglichen werden. Dies Momenterhaͤlt man entweder durch correſpondirende Sonnenhoͤhenoder durch gebraͤuchliche Gnomons oder Sonnenzeiger, wel-che in der Mittagsebene eines jeden Orts eingerichtet worden.
Correſpondirende Hoͤhen heiſſen gleiche Sonnenhoͤhen vor undnach Mittage, davon die Zeitpuncte vermittelſt der Uhr beobach-
tet werden; der mittlere Zeitpunct zwiſchen beyden beobachtetenZeiten iſt die wahre Mittagszeit, wenn die Abweichung der Son-
ne zwiſchen beyden correſpondirenden Hoͤhen nicht veraͤndert wor-
den; wenn aber die Abweichung der Sonne veraͤnndert worden,
muß der gefundene Mittag nach Anweiſung der Aſtronomie ver-
beſſert werden. Die Strahlenbrechung, welche vor und nachMittage ungleich ſeyn kann, verurſachet hiebey eine kleine Un-ſicherheit, aber wenn die correſpondirende Hoͤhen im Sommer ge-nommen werden, wenn die Sonne hoͤher uͤber dem Horizont iſt,ſo verſchwindet dieſe Ungewißheit faſt gaͤnzlich.
Die Sternkundige richten ihre Gnomons vermittelſt der
correſpondirenden Hoͤhen auf folgende Art ein. An einem hohen
Orte, deſſen eine Seite gegen die Mittagsſonne liegt, das iſt, in
der nordlichen Halbkugel gegen Suͤden, macht man durch oder beydem Dache, und wenn ſolches unthunlich iſt, durch ein Fenſter. 111“ ein
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