Band 
II.ter Theil.
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311
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Vom Nutzen und Gebrauch der Globen. 315.ein Loch, ſo daß die Sonne zu Mittagszeit durch daſſelbe auf denBoden oder eine mit Fleiß gelegte horizontale Ebene ſcheinenkann; vor und nach Mittage nimmt man die Zeiten der correſpon-

direnden Sonnenhoͤhen nach einer guten Penduluhr, und um dieZeit, welche man ungefaͤhr fuͤr die mittlere fuͤr jedes Paar corre-ſpondirende Hoͤhen haͤlt, bemerket man verſchiedene Plaͤtze, wel-che das Sonnenbild auf dem Boden einnimmt, mit den dazu ge-hoͤrigen Zeitpuncten. Unter dieſen wird einer mit dem Mittags-momente entweder eintreffen, oder man kann auch aus den abge-zeichneten Plaͤtzen des Sonnenbildes, denjenigen finden der zu-treffen muß, und welcher der Mittagsplatz des Sonnenbildes iſt.Das Bild der Sonne auf dem Boden iſt oval, daher muß manbeyde Raͤnde oder ihre Tangenten zeichnen, und die Linie, welchemitten zwiſchen denſelben und mit ihnen parallel laͤuft, gehet durchden Mittelpunct der Sonne. Wenn man alſo durch den Mittelpunctdes Sonnenbildes und des oben erwaͤhnten Lochs eine verticaleEbene leget, ſo iſt dieſelbe die Mittags⸗ oder Meridian⸗Ebene.Daher muß man einen Cylinder in das Loch paſſen und durch dierAre des Cylinders einen feinen Faden bis zu den Mittelpunct desSonnenbildes ziehen, danaͤchſt auch aus der Axe des Cylinderseine Anie lothrecht auf den Boden herablaſſen, und den Punctbemerken, wo dieſe lothrechte Lnie den Boden trifft, und durchſelbigen und den Mittelpunct des Sonnenbildes eine grade Linieziehen, ſo iſt die ſelbige die Mittagslinie deſſelben Orts, welchean den folgenden Tagen, und ſo oft man will, durch die Beſtim-mung des Mittags aus correſpondirenden Sonnenhoͤhen unddurch dic Beobachtung des Zeitpuncts, da die gezogene Mittags-linie das Sonnenbild in zween gleiche Theile theilet, berichtigetwird. Wenn naͤmlich der Mittag aus den correſpondirendenSonnenhoͤhen mit dieſem Zeitpuncte auf eine Secunde nach derPenduluhr zuſammentreffen, ſo iſt die gezogene Mittagslinie1. recht;