3141 RNeuntes Capittel.ſolche Gnomons errichtet wuͤrden. Damit man unterdeſſen zuſeinen eigenen Behuf eine einigermaſſen ſichere Mittagslinie zie-hen koͤnne, wollen wir hier zwo Methoden anfuͤhren, welche dieſeArbeit ſehr leicht machen. Geſetzt man verlanget von dem Pun⸗ 3cte A(Fig. 88) eine Mittagslinie in der Ebene EFGIHH; ſoerrichte man in Aauf der Ebene EFGH einen ſenkrechten Stiftoder Stange AS, und aus A verzeichne man mit Halbmeſſern,die groͤſſer ſind als der Mittagsſchatten von AS die CirculbogenBb, Ce, Dd, u. ſ. f.(e). Man gebe nun vor MittageAcht, wenn das Ende des Schattens der Stange AS den BogenBbin B erreicht, und bemerke ſolches Punck; eben das thueman auch nach Mittage, ſo daß man das correſpondirende PunctHb bemerke; alsdann theile man Bb in Min zwey gleiche Theileund ziehe AM, ſo wird AMl die Mittagslinie ſeyn. Es iſt nichtnothwendig, aber der groͤſſern Genauigkeit wegen dienlich, mehrEirculbogen Cc, Dd, u. ſ. w. zu ziehen und auf gleiche Art diecorreſpondirende Puncte C,&C imgleichen D, d zu bemerken,welche in m,„, in gleiche Theile getheilet werden. Wenn mannun Am, A« u. ſ. w. ziehet, ſo erfaͤhret man, ob alle dieſe Li-nien zuſammenfallen, in welchem Fall, die Verrichrung als geenau ausgefuͤhrt angeſehen werden kann; wenn ſolches aber nichteintrifft, ſo muß man das Mittel von dieſen Linien fuͤr die Mit⸗ 1tagslinie annehmen oder die Verrichtung von neuen anſtellen.Dieſe Methode iſt um die Sommerſonnenwende am zuverlaͤßig-ſten, ſowohl wegen der Ungewißheit der Strahlenbrechung in klei-nern Hoͤhen in andern Jahrszeiten, als auch wegen der Mittags-correction, welche bey den Nachtgleichen in den ſchwediſchen Cli-nmaten eine Unrichtigkeit von*Grad in der Mittagslinie verurſa-.(e) Wenn der Stift As gegen die Ebene EFGHH nicht ſenkrecht iſt, muß
man eine Lothlinie von 8 ziehen, und aus dem Punete, wo die Lothlinisdie Ebene trift die Cireul Bb, Ce u. ſ. w. ziehen,
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