§. üo.
Der Br?v, welcher durch das Zerreiben derRunkelrüben gewonnen wird, darf billig keine ganzeStücke derselben mehr entkalken, weil diese sonstbeym Auspressen ihren Saft nicht gehörig von sichgeben. So wie der Rübenbrcy abfällt, wird der-selbe in hölzernen Wannen aufgefangen, und, ohneihn lange stehen Zu lassen, welches seinen Ueber-gang in die Fermentation befördern würde, so baldwie möglich dem Auspressen unterworfen.
») Das Auspressen des Rübenbreycs.
§. 61.
Wer mit einer Weinpresse versehen ist, aufwelcher der Wei'nmvst gekeltert wird, kann'dieseauch zum Auspressen des RunkelrübenbreyeS sehrbequem in Anwendung setzen, und bedarf keinerandern Presse dazu, so wie auch die Operation nachderselben Weise veranstaltet wird. Wer hingegenmit einer solchen Weinkelter nicht versehen ist, derkann sich dazu derjenigenPressen bedienen, die wei-terhin beschrieben sind.
§. 62.
Um das Auspressen des Breyes zu veranstal-ten, wird in dem Preßkasten eine dünne Lage Strohgelegt, dieses mit einem Preßtuche aus grober Lci-newand bedeckt, auf welches nun der Brey ge-bracht wird. Man bedeckt den Brey hierauf aber-mals mit Leinwand, auf die man eine dünne LageStroh legt, setzt alsdann den Preßdeckel darauf,und verrichtet das Auspressen durch einen anfangs