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Da der Menſch als Buͤrger hier ſo wenig iſt undvermag, ſo haben ſich die Begriffe uͤber den Werth derDinge verkehrt. Gold iſt der Goͤtze geworden, nach wel-chem Jedermann ſtrebt, dem ausſchließend gehuldigt wird,und welches allein Anſehen, Auszeichnung und alle Ge-nuͤffe verſchafft, welche Eitelkeit und Cigennutz wuͤnſchen.Der Buͤrger wird nur nach der Summe ſeiner Gulden-Zahl geſchaͤtzt, und ſein Werth nach deren Menge berech-net. Der Reiche ſucht Genuß in erbaͤrmlichen Dingenaußer ſich, und wird ein Sklave ſeiner Begierden und Be-duͤrfniſſe;— der unbeguͤterte wird von ſeiner Nichtigkeitzu Boden gedruͤckt und dient dem Reichen. Zwiſchen bei-den beſteht ein heimlicher ſteter Krieg, der Reiche verach-tet und bedruckt den Duͤrftigen, dieſer betruͤgt, beneidetund haßt den Reichen, und beide erfuͤllt knechtiſcher Sinn.Gradheit und Rechtſchaffenheit bringen weniger Vortheileals Weltklugheit, und die Beeiferung, ein feiner und klu-ger Mann zu ſeyn, iſt groͤßer als nach dem Ruhm einesbiedern und gerechten Wuͤrgers. Rang und Titelſuchtquaͤlt hier die Menſchen wie in großen Monarchien. DerReiche nicht zufrieden mit dem Genuß ſeiner Gluͤcksguͤter,ſtrebt raſtlos, ſich noch auf andere Art von ſeinen Mitbuͤrgernunterſcheiden zu konnen. Sein Ehrgeitz, dem die edleBahn der Thaͤtigkeit fuͤrs Gemeinbeſte nicht offen ſteht,aus welcher die oͤffentliche Stimme ehrenvolle Auszeich-nung mit allen Beweiſen tiefſter Achtung ertheilt, ſinkt zukindiſcher Eitelkeit herab, welche nach bunten Kappen undSchellen greift. Der Reiche bahnt ſich mit Silberſtuͤckenden Weg zu allen Aemtern, und der Arme und die Dienerdes Fuͤrſten werden ſein feiles Werkzeug dazu. Die Ti-telſuͤchtigen, welche fuͤrſtliche Stellen wuͤnſchen, gebendem Landvogt, auf deſſen Vorſchlag immer die Ernennun-gen erfolgen, Geſchenke, Andere erkaufen ſich die Mehr-
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