vII. Abſchnitt
Eintritt in die Vogtei Sargans . Herrliche Lage des SchloſſesSargans. Ankunft in Ragaz . Schlundoͤffnung der Tamin.Reiſe ins Taminthal. Lage der Abtei Pfeffers. Anſicht desfurchtbaren Rhaͤtikon. Austritt des Rheins aus Graubuͤndten.Geſchichte der Abtei Pfeffers. Lage der Baͤder von Pfeffersund deren Heilkraͤfte. Geſchichte des Eiſenbergwerks in Gon-ienberg bei Sargaus. Trauriger Zuſtand von Wallenſtadt .Groͤße und phyſiſche Beſchaffenheit der Vogtei Sargans . Land-bau und Viehzucht. Charakter und Anzahl der Einwohner.Geſchichte dieſes Landes. Buͤrgerlich⸗ 11 Zuſtand unter
ſchweizeriſcher Oberherrſchaft.
So wie man die Ecke 1 der hohen Wand herumwendet,offnet ſich das weite Sarganſer Thal von hohen bewaldetenGebirgen umgeben, uͤber welche ſuͤdlich der graue Gal-canda ſein ſtolzes Haupt empor ſtrebt. Das alte SchloßSargans weſtlich an der Ecke des Schollbergs beherrſchtvon ſeinem Marmorberge ein 6 Stunden langes Thal;rechts ſchauet es nach dem Wallenſee, links nach Wartau ,und gerade vor ſich nach Graubuͤndten, deſſen außerordent-liche Gebirgsmaſſen den erhabenſten Anblick gewaͤhren.Ich wandte mich von dem Felſenfuß herab ins weichſuͤm-pfige Thal, und nahm meinen Weg mitten durch die Ebenenach Ragaz . Das Thal ſelbſt iſt einſam und ode, indemdas Auge auf dieſer zwei Stunden langen Flaͤche wederWohnungen, Huͤtten, noch Viehheerden erblickt, nur we-nige Dorfſchaften liegen rechts am Fuße der Gebirge, durch
die