XV. Abſchnitt.
Geſundheitszuſtand und Krankheiten der Glarner . Ueble Folgender Industrie auf Koͤrpeckraft. Sitten. Probenaͤchte der Maͤd-chen. Feſte. Beluſtigungen. Bildungszuſtand. Unterrichtean-ſtalten. Lage und Einkommen der Prediger. Aberglaube. He-xenprozeſſe. Trennung zwiſchen den Katholiken und Reformir-ten. Schriftſteller. Ausgezeichnete Offiziere.
Der Glarner iſt ſeinem Stammgeſchlecht nach groß, ſtarkund breit von Knochen, kraͤftig von Muskeln und blondvon Haut und Haaren. Aechte Abkommen dieſes Urſtam-mes findet man noch in den hoͤchſten Theilen der Thaͤler un-ter den Senn- und Hirtenfamilien. Einen wahren Cyklo-pen uͤber 7 Fuß hoch ſah ich zuhinterſt im Großthale amSpinnrade ſitzen. Der Haͤndedruck dieſer Alpenſöhne iſtzum Zermalmen berzlich. Koͤrperbau und Beſchaffenheit,Sprache und Sitten zeigen, daß die Glarner TeutſchenGeſchlechts, und nicht Abkoͤmmlinge der Rhaͤtier ſind.Die Familiennamen beweiſen daſſelbe, denn ſie tragen alleTeutſches Gepraͤge). Seit dem Ende des 14. Jahr-hunderts
5) Die Geſchlechtsnamen endigen ſich groͤßtentheils mit Konſo-nanten, als: Landolt, Bernold, Schuͤbelbach, Streif, Köͤ—nig, Bachmann, Altman, Zweifel, Schwarz, 8 ſehrviele mit er, als: Schindler,„ Ellmer, Blumer,Freuler, Hauſer, Staͤger, Luchſinger, Wichſer, 1 Sau-ter, Heer, Pfeudler, Glarner , Bruner, Jacober u. ſ. w.Eine einzige Ausnahme hiervon machen die Namen, welcheſich mit i endigen, und deren giebt es viele, als: Tſchudi,
Aebli;