Baſel , um ſo früh als moͤglich deſſen Anlagen Entwicke-lung zu verſchaffen. Er ſtudirte zu Bern und auf derhohen Schule zu Wien ſchoͤne Wiſſenſchaften, und nachſeiner Zuruͤckkunft in Baſel legte er ſich auf Theologie.Im Jahr 1507 ward er zur Predigerſtelle nach Glarisberufen. Waͤhrend ſeines zehnjaͤhrigen Amtes zog er alsFeldprediger der Glarner zweimal nach Italien , und lebteunter dem Waffengetuͤmmel zu Novarra und Marignan.Er ging 15 17 als Pfarrer nach Einſiedeln , und vertauſchtedieſes Thal zwei Jahre nachher mit Zuͤrich . Im Jenner1519 hielt er in der Hauptkirche ſeine erſte Predigt mitder ganzen Freimuͤthigkeit eines kuͤhnen Wahrheitsfreun-des, und ſtellte ſich offen an die Spitze des Aufſtandes,welchen er ſeit Jahren gegen den geiſtlichen Despotiſm zuerregen ſuchte. Drohungen und Liebkoſungen der Maͤch-tigen verachtend ſetzte der edle Reformator ſein großesWerk unermuͤdet fort, und ſtuͤrzte den ſcheußlichen Thronvon Tyrannen, welche ſeit einem Jahrtauſend die Ver-nunft erſtickt, die ganze Menſchheit ins Joch der Stier-dummheit geſchmiedet, und alle Voͤlker zu ſklaviſchen Thierenherabgewuͤrdigt hatten. Nach langem Wort und Feder-kampf zogen die Feinde der neuen Lehre das Schwertgegen deren Anhaͤnger. Dieſe wollten ihren Lehrer, ausBeſorguiß fur ſein Leben, nicht mitziehen laſſen, alleinZwingli mit der Streitaxt auf der Schulter ſchwang ſichunerachtet alles Widerſtandes auf ein Pferd, und zog mitden Zuͤrichern in den erſten und zweiten Kappeler⸗Krieg.Der kleine Heerhaufen wurde auf dem Wege uͤber den Al-bis zaghaft und viele blieben zuruck, theils aus Feigheit,theils aus Unmuth über die Folgen der Reformation.„Ich einmal, ſagte Zwingli , will in Gettesna-men hinziehen zu den biderlen Leuten, willſie retten helfen, oder mit ihnen ſterben.“Zweiter Theil. C Am
zuletzt gesucht
- Noch keine Suchworte
Letzte Trefferliste
Die letzte Trefferliste besteht aus Ihrer letzten Suche, samt Filter- und Sucheinstellungen.
AnzeigenSchliessen
Buch
2 (1802) Schilderung des Gebirgsvolkes vom Kanton Glarus und der Vogteien Uznach, Gaster, Sargans, Werdenberg, Sax und Rheinthal, des Toggenburgs, der alten Landschaft, der Stadt St. Gallen und des östlichen Theils des Kantons Zürich / von Johann Gottfried Ebel
Seite
33
JPEG-Download
verfügbare Breiten