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2 (1802) Schilderung des Gebirgsvolkes vom Kanton Glarus und der Vogteien Uznach, Gaster, Sargans, Werdenberg, Sax und Rheinthal, des Toggenburgs, der alten Landschaft, der Stadt St. Gallen und des östlichen Theils des Kantons Zürich / von Johann Gottfried Ebel
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60
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v und mit ſeiner Hochwuͤrden Gnaden Herrn Dekan, nicht fuͤr Uns, ſondern fuͤr Euch, fuͤr das Vaterland abge- handelt.

Doch ich kaun und ſoll Euch dermal nicht lange auf-halten; die Sonne des Friedens will nun jetzt ihre Strah-5 len ganz uͤber unſer wichtiges Vaterland ausbreiten. Oae eine Herzenswonne fuͤr mich, Euch dieſe froheNachricht geben zu konnen!

Unſer gnädigſter Fürſt und Herr hat den Vorhangaufgezogen. Er, Er ſelbſt bot ſeine mildeſte Vater-v hand, um Euch Soͤhne, um uns Alle zu begluͤcken.

Beda! unſer unvergeßlich gnaͤdigſter Landesvater

5 hat ſich ſchon bereits mit Euerm getreuen Landes⸗Aus- ſchuß mildvaͤterlich verſtanden, und auf Eure Genehmi-gung iſt ein guͤtlicher Vertrag geſchloſſen. Hieraufhabt Ihr zu achten, an Euch liegt es unn, dieſenVertrag anzunehmen oder zu verwerfen. Waͤhlet alſoliebe Bruͤder! Aber uͤberdenkt es wohl, Vaterlands-männer! Man wird es Euch vorleſen, und ſo viel moͤg-y lich erklaͤren. Jeder Landmann kann, darf und ſoll hier-y uͤber ſeine Meinung durch dffentliche Stimme, oder ſtill- ſchweigend mit bloßer Hand abgeben. An Euch liegt esnun, dieſen Vertrag anzunehmen, oder zu verwerfen.2 Bböſes oder Gutes, beides liegt Euch vor der Hand.

Wählet liebe Brüder! Ich meines Theils 7 178 alle eure getreuen Ausſchuͤſſe, die Ihr bisher mit eurem Zutrauen beehrt, wir fordern jeden rechtſchaffnen Land- mann auf, nicht auf das Geſchrey einiger Schwindelkdpfezu achten, denen der Himmel am unrechten Orte ſteht,die Erde zu enge iſt, und lieber im Finſtern, als in der

1 Heitern