weiße bei Bernang an den nach Morgen gelegenen Abhaͤn-gen. Das Maaß) vom beſten und alten koſtet 15 Kreu—zer, vom jungen Wein 10 Kreuzer, wenn er Eimerweiſeverkauft wird, in den Wirthshaͤuſern hingegen gilt er 16bis 24 Kreuzer*). Der gute Rheinthaler Wein iſt ge—wiß der beſte, welcher in der ganzen deutſchen Schweiz waͤchſt. Wird ein Weinberg verkauft, ſo richtet ſich derPreiß deſſelben nach der Rebſtoͤcke Zahl, wovon jeder ge—woͤhnlich zu einen Gulden angeſchlagen wird. DiejenigenEigenthuͤmer, welche ihren Weinberg nicht ſelbſt bearbei-ten, ziehen von dem Kapital dieſes Grundſtuͤcks ſehr geringen Nutzen, weil ſie mit dem, welcher die ganze Arbeitbeſorgte, den jaͤhrlichen Weinertrag theilen muͤſſen. Naͤchſtdem Rebenbau iſt die Fruchtbaumzucht der wichtigſte Theilder hieſigen Landwirthſchaft. Die Obſterndte iſt aͤußerſtbetraͤchtlich; ein großer Theil der Birnen wird ausgepreßt,und ihr Saft als ein gekochter Moſt oder Wein verkauft.Hanf, Flachs, Mais, Bohnen, Gerſte, Haber, Korn,Erdaͤpfel, werden in großer Menge gebaut, indeß wirddoch ſo viel Getreide, als die Volksmenge zu ihrem Brodtebraucht, nicht gewonnen. Durch die Reb- und Obſtbaum-pflanzung ſind die Waͤlder verdraͤngt und Holzmangel er-zeugt worden, welcher jedoch weniger fuͤhlbar iſt, weil manan verſchiedenen Orten Torf graͤbt. Sandſteinbruͤche vor-trefflicher Art werden in dem Bezirk Thal und bei Marga-rethe ausgebeutet, wo man Muͤhlen-, Schleif-, Brun-nenſteine, Platten u. ſ. w. ſo groß, als es verlangt wird,bricht und bearbeitet. Zu allen dieſen Vortheiken, welcheder
„) Der cubiſche Inhalt dieſes Maaßes betraͤgt zor franzoͤ fiſcheZoll.
7) Der franz. Karolin gilt hier 11 Gulden, und der Guldenhalt 0 Kremer. 2