rechts der Grabſer- und Gambſerberg aus. Herr-lich iſt der Anblick ihrer breiten und hohen Gelaͤnde,welche ganz bebaut und mit Obſtbaͤumen und einzelnenWohnungen beſetzt ſind. Sie verdanken ihre Fruchtbar—keit der Beſchaffenheit ihrer Oberflache und ihrer Lagegegen Morgen und Mittag. Dieſe beyden fruchtbarenBergabhaͤnge ſind die einzigen heitern, ſanften Zuͤge in derrauhen Felſenphyſiognomie dieſes Thals, und deswegenruht das Auge mit deſto groͤßerm Wobianfenes auf derenlachendem Gruͤn.
Der Diſtrikt Gambs ſtoͤßt an die Vogtei Hohenſar,und erſtreckt ſich von der Grenze Toggenburgs herab durchsThal bis gegen den Rhein . Das große Dorf Gambsliegt dicht am Fuß ſeines bevoͤlkerten Berges, deſſen breiteHoͤhe ein großer Tannenwald ſchwaͤrzt. Die Einwohnervon Gambs ſind Unterthanen der Kantone Schwiz undGlaris. Als 1468 die adlichen Beſitzer ihr kleines Gebietveraͤußern wollten, eilten die Gambſer die erſten Kaͤufer zuſeyn, und erhielten fuͤr 4920 Gulden das Schloß mit allenherrſchaftlichen Rechten. Sie blieben ein freies Voͤlkchenbis 1497, wo ſie ſich fuͤr die ausgelegte Summe anSchwiz und Glaris verkauften. Die Veranlaſſung unddie Gruͤnde dieſer Begebenheit hat die Geſchichte nicht auf-bewahrt. Vermoͤge des damals geſchloßnen Vertragsfinden folgende Verhaͤltniſſe zwiſchen den Gambſern undjenen Kantonen Statt. Glaris und Schwiz uͤben dieLandeshoheit aus, und der Landvogt im Gaſter regiertzugleich das Amt Gambs. Da er nur bisweilen alljaͤhr-lich hierher kommt, ſo vertritt ſeine Stelle ein Gericht von12 Gliedern nebſt Ammann und Weibel, zu welchen Stel-len nur Gemeindsbuͤrger genommen werden. Der Land—vogt, welcher alle zwei Jahre wechſelt, waͤhlt den Ammann
aus