Thal in See verwandelt. Der hierdurch verurſachte Verluſtwar groͤßer, als der Schaden aller vorigen Ueberſchwem—mungen ſeit 200 Jahren. Mitten in der vollſten Anſtren—gung gegen alle erlittene Zerſtoͤrungen mußte der Glarner alle ſeine Arbeit von neuen Fluten vernichtet ſehen, welchefaſt mit gleicher Wuth im May und Auguſt des Jahres1764 von allen Seiten der fuͤrchterlichen Gebirge auf diefriedlichen Thaͤler herabſtuͤrzten. Die Kraͤfte dieſes Alpen-volkes haͤtten nie hingereicht, alle die ausdauernden undkoſtſpieligen Arbeiten auszufuͤhren, welche nothwendig wa-ren, um das Zerſtoͤrte wieder herzuſtellen und den Verhee—rungen ihren Raub zu entreißen. Ohne die bluͤhendeEpoche ihrer Baumwollſpinn- und Weberei, welche geradezu dieſer Zeit begann, wuͤrden ſich die Glarner ſchwerlichvon dieſem Ungluͤcke erholt haben. Der reiche Gewinn,welcher aus dieſem Gewerbe dem Lande zufloß, verbreitetenebſt den Geldmitteln auch Muth und Ausdauer, und aufdieſe Art ſind nicht nur ſchon laͤngſt faſt alle Spuren dieſerſchrecklichen Verwuͤſtungen vertilgt, ſondern auch die großenVerluſte verſchmerzt, welche das Vermoͤgen der meiſtenEigenthuͤmer damals erlitt.1
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