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fiel fuͤr beide Aemter auf 2 dazu untuͤchtige Landleute. Derausgelooßte Landſchreiber ſoll ſeine Stelle einem faͤhigenManne fuͤr 4000 Gulden, und der ausgelooßte Geſandtedie ſeinige einem Andern fuͤr 1500 Gulden abgetreten ha—ben. Da beide Landleute unbeguͤtert waren, und dieſeSummen ſie in Wohlſtand ſetzen konnten, ſo moͤchte in derMeinung des großen Haufens das neue Geſetz deſto feſtereWurzel gefaßt haben.
Die Beſchreibung der Volksverſammlungen gehoͤrtganz beſonders zur Schilderung der demokratiſchen Voͤlker.Sind bloß einige Aemter zu beſetzen und wird keine Sachein Anregung gebracht, welche die Gemuͤther in Bewegungſetzt, ſo bieten ſie eben nichts der Beobachtung ſehr Merk—wuͤrdiges dar. Die Glarner Landesgemeinde, bei welcherich mich befand, gehoͤrte zu denen, welche aus Mangel auwichtigen Angelegenheiten kein großes Iutereſſe haben.Ramond) wohnte der reformirten Landesgemeinde imJahre 1777 bei, welche zu den merkwuͤrdigſten dieſes Jahr-hunderts, wenigſtens in Betreff ihres Gegenſtandes, gehoͤrt.Die reformirten Kantone der Schweiz waren 17215 demBunde nicht beigetreten, welchen die katholiſchen Kantonemit Frankreich einſeitig geſchloſſen hatten. Erſt 1777 ver-einigten ſich alle Glieder der Eidgenoſſenſchaft von neuem,um mit dem Koͤnige Ludwig XVI. ein Schutzbuͤndniß auf30 Jahre einzugehen. Der daruͤber entworfene Traktatmußte dem Volke von Glarus vorgelegt werden, um deſſenWillen uͤber dieſe wichtige Angelegenheit zu vernehmen.Ramond's Beſchreibung der deßwegen gehaltenen Landes-
gemeinde iſt aͤußerſt treffend und wahr.Der