lenstoff. Beide zusammen machen das Roheisen oderGufseisen ; die Abwesenheit beider, wenigstens inmerklicher Quantität, characterisirt das Schmiedeeisen,oder Stabeisen 5 und im Stahl findet sich blos Kohlen-stoff ohne Sauerstoff.
Das Gufseisen ist geschickt, wie die andern Me-talle, beim langsamen und allmählichen Erkalten einereguläre Form anzunehmen. Ich habe nichts interessan-teres der Axt gesehen, als das, was Hr. Poulain-Boutancourt in einem Schmiedeofen erhalten hat, wo eralles darauf vorgerichtet hatte, die Krystallisation desMetalls möglichst zu befördern. Es haben sich dadurchsehr aitige Gruppen von Oktaedein gebildet, welcheauf einander gewachsen waren, und deren Zusammen-häufung gewöhnlich das Ansehen einer Pyramide hatte.
Die Festigkeit des Eisens ist so grols, dafs es , zueinem Drath von ungefähr 2 , 7 Millimeter oder T J -ZollDicke gezogen, ein Gewicht von 210, 3 Kilogrammenoder 450 Pfund trägt, ohne zu reifsen.
In allen den drei Zuständen, in welchen wir dasEisen betrachtet haben, wird es zu vielerlei Sachen ge-braucht. Die Mörser, die Stückkugeln , die Kaininplat-ten, die Röhren zur Wasserleitung werden aus Gufs-eisen gemacht, welches ■ unmittelbar nach dem erstenSchmelzen in Formen gegossen wird.
Jedermann kennt die mannichfaltigen Dienste, wel-che uns das Schmiedeeisen und der Stahl leisten. Jenesist es, was unter den IJanden des Landmanns die Erdedahin bringt, uns reiche Erndten zu tragen, und in denHänden des Kriegers diese Erndten beschützt. In un-sern Gebäuden schliefst es sich in tausenderlei Formen