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neue Erzeugnisse zu betrachten seyn, als Ausscheidungenaus den verschiedenen Urstoff- Theilen der Masse, währenddiese noch eine hohe Temperatur hatte, als Bildungen, diemitten in der glühenden Materie vor sieh gingen. Blau
liegen müsse, die fähig ist. in Gablung zu gerathen, sieh zu erhiz-zen, zu entzünden, und elastische Dämpfe zu erzeugen, welche sichdurch gewaltsame Sprengung der über ihnen liegenden Gebirgs-massen Luft machen. Durch die auf solche Art entstandenen Spal-tungen, drang nun augenblicklich die gährende Materie hervor, undnur diese ist es, welche die jezzigen Laven bildet, keineswegs abergeschmolzene Granite, Porphyre und andere Gebirgsarten. Wenneine Bouteille springt, so lauft ja nicht das Glas auf den Boden,sondern das, was in derselben in Gährung gerieth, und die Spren-gung verursachte. Es bedarf also wohl keiner grossen Anstrengung,um ausfindig zu machen , welche Gebirgsmnssen das vulkanischeFeuer bearbeitet haben soll. Was ja davon losgerissen wurde, kam,wie schon berührt, nur wenig, oder gar nicht beschädigt zu Tage.“„Tu der erhizten flüssigen Materie, konnten sich nun auchKrystalle ausbildcn , die wir darin an treffen , und es war nicht nö-thig, Augit-, Leuz.it-, Hornblende- und andere Krystalle erst aus dengemengten Gebirgsarten herauszuschälen , und in die Laven einzu-streuen. Dieser Gedanke hat sogar etwas Absurdes, wenn man ihnnäher beleuchtet.“
„In dem Hervortreten der gährenden Materie liegt wohl auchder Grund, dass Laven und Basalte in der Hauptsache sich immerso ähnlich bleiben, und selbst bei der chemischen Analyse in ihrenBestandtheilen, nur wenig Abweichungen zeigen. Wie verschiedenmüssten diese seyn, wenn ein vulkanisches Feuer, bald Kalk, bald Kie-sel, bald Thonschiefer, bald Serpentin, bald Erze etc. geschmolzen undbearbeitet hätte ? Auch bleiben die ausgeflossenen Laven so langeheiss, weil die; Ursache ihrer Erhizzung über Tag noch fortdauert.“„Was unsere Basalt-Kuppen aulangt , so wird man wohl nichtbehaupten wollen , dass jede ein feuerspeiender Berg gewesen seynsoll, denn die mehrsten waren sicher nur das Werk weniger Au-genblicke. Es erfolgte eine Sprengung, und die gährende Materietrat über, als noch der Ozean die Fläche bedeckte. Freilich scheintcs problematisch , wenn man isolirte Berge gleichsam mit einemBasalt-Hütchen bedeckt sieht: denn wenn die Basalt-Masse flüssigwar, so hätte sie doch auch über die Abhänge herabfliessen müssen.Diess machte selbst einen unserer grössten Deutschen Geognostenirre, weil er in dem Augenblicke nicht bedachte , dass jene Erup-tionen geschahen, als noch der Meeresgrund eine Ebene bildete, underst lange hernach die Thalbildung durch Ströme erfolgte.“