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Topographie der sichtbaren Mondoberfläche. Erste Abtheilung / Wilhelm Gotthelf Lohrmann
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Beschreibung der Mondländer auf Section II.

erhebt »ich eines der ausgezeichnetsten Centralgebirge, an dessen Kuppe sich verschiedene niedereHöhen anschliessen, und mehrere kleine Thäler bilden. Nach meinen 10 Beobachtungen liegt die-se* Gebirge in 26° t S / 16" westl. Länge und 11° 2i / 3" südl. Breite. T. Mayer findet aus 2 Bcob-achiuugen 26° 38 / -" L.; 11° 25 y" B. Von der nordwestlichen Seite des Ringgebirgs gehen,wie schon erwähnt, zwei sehr flache Bergadern nach den Höhen hei 21« und 22 » au ch wendet sicheine derselben nach 26* Mit dem östlichen Randgebirge des Theophilus vereinigen sich die niederuvom Cyrillus abgehenden Bergadern, uud bilden ein, über dem Mare Nectaris erhöhtes Vorland, iuwelchem sich mehrere grubenähnliche Vertiefungen an der dunklem Farbe leicht erkennen lassen.

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Capelia. *) Dieses Gebirge liegt nach meinen 10 Beobachtungen in 34° 48 / 14" westlicherLänge und 7° 32' 41" südlicher Breite. Es zeichoet sich besonders durch eine Bergspalte oderbreite Rille aus, die neben dem Centralgebirge durch die Grube geht, und das Ringgebirge derselbenau der Nordwcst- mid Südost-Seite trennt. Diese Bergspalte beginnt bei der Grulie H. uud endigtan dem Bergrücken 27 - hei einigen daselbst gelegenen Gruben. Sie ist 20 Meilen lang, meistens 1Meile breit, und ich erkannte in ihr noch mehrere Vertiefungen. In der Fläche des Capelia ist aus-serdem noch eine kleine Grube deutlich sichtbar, olinweit welcher sich nach Süden zu das Ringge-birge nochmals öffnet, und ein ziemlich breites Thal bildet, in welchem ich eine kleine Einsenknngbemerkte. Der westlich neben diesem Thale gelegene Bergrücken zieht sich nach dem Mare Nectarisund umscldiesst eine nicht bedeutend tiefe Grube.

Auf der Westseite des Capelia ist die niedere Bergkette 28 - wegen der vielen kleinen Gruben be-sonders bemerkenswerte Sie umgiebt mit den Höhen bei 27 . tmd an der Bergspalte eine kreisför-mige Ebene von 4 Meilen Durchmesser, auf welcher sich zw r ei kleine niedere Bergkuppeu als Cen-Iralgebirge erhebeu.

Obwohl Capella eines von den heilem Mondgebirgen ist, so kann es doch hei hoher Beleuch-tung nur mit Mühe erkannt werden, -weil die Umgehungen ebenfalls ein sehr lebhaftes Licht haben.Schröter, der dieses Gebirge mit der merkwürdigen Bergspalte ebenfalls beobachtete und zeichnete,findet die senkrechte Tiefe dieses Cralers (Th. II. S. 230.) 10830 Pariser Fuss.

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Isidorus. **) Dieser schöne Crater liegt in 33° 35' westlicher Länge und 8° südlicher Breite.Sein hohes .Randgebirge hat einen Durchmesser von 5,5 Meilen, und vereinigt sich ganz mit dem

*) Martiauus Mineus Felix Capella, ans Madaurus in Nuinidien, lebte im 3ten Jahrhunderte unsererZeitrechnung. Er schrieb ein encyclopä'dischos Werk über die 7 freien Künste in 7 Büchern. Als Dich-ter verdient er kaum gpnannt zu werden.

**) Isidorus (S.) ein Spanier, aus Carlliageua gebürtig, und mit dem gothischen Könige Theodoricus ver-wandt, Er ward 595 ßisclioff zu Sevilla , und ist als ein frommer Kircheuvorstelier und eifriger Befördererder Wissenschaften bekannt. Seine Schrillen betreffen Theologie und Geschichte. Er veranstaltete auchein Gesetzbuch für die spanischen Kirchen. Er starb 036.