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Topographie der sichtbaren Mondoberfläche. Erste Abtheilung / Wilhelm Gotthelf Lohrmann
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Beschreibung der Mondländer auf Section III,

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grösste mit 35- bezeichnet ist. Von der Hochfläche hei derselben gehen drei Thäler dem Mare sere-nitatis zu und sondern einige schöne Berggruppen ah.

5. 87.

Vitruvius . e ) Aus Vergleichung mit andern Mondgruhen folgerte T. Mayer den Ort dieses Rund-gebirges in 29° 26 / westlicher Länge und 17° 17' nördlicher Breite. Meine Beobachtungen zeigenaber, dass die w. Länge desselben 31° 2 * 59" die n. Breite aber 17° 35 / 42" beträgt. Bei einemDurchmesser von 5 Meilen umgicht dasselbe eine hellgraue sehr vertiefte Ebene, in der sich ein sehrschöner Centralherg erhebt

Mit Vitruvius verbunden, liegt südlich desselben das Gebirge 36* Es Eat nur ^ Meilen io»Durchmesser, ist durch zwei Spalten getrennt, und auch minder hoch als Vitruvius, zeigt abergleichfalls auf der vertieften Ebene einen Centralherg. Von ihm geht südlich der Bergrücken ab, derdie Ebene 5» begrenzt, und sich an das Rundgebirge 15. auf Section IL anschliesst

Nordöstlich von Vitruvius befindet sich die merkwürdigste der auf dem vorliegenden Blatte ver-zeichneten Gegenden. Schon Schröter beobachtete dieselbe zu wiederholten Malen, und maass dieHöhen ihrer Berge. Die Westseite dieser Landschaft wird von der hohen, mit sehr vorstehendenKuppen bedeckten Gebirgskette begrenzt, die vom Randgebirge Vitruvius in einem Bogen bis zumMare serenitatis geht, und hier hei 37« neben dem Gebirge K. endigt. Die Ostseite derselben trenntsich durch die Bergreihe 38- 39- vom Mare tranquillilatis. Diese Bergreihe hat am südöstlichen Ab-hänge zwei Gruben neben sich, erreicht Lei 38- na ch Schröters zweifachen Beobachtungen (Th. ILS. 291.) die Höhe von 10166 Fuss, ist aber an der folgenden nach 39- hin gelegenen Kuppe, nachdemselben Beobachter (Th. II. S. 286.) nur 6159 Fuss und vor 39- (Th. H. S. 286.) nur 2973 Fassiiber die Fläche des Mare tranquillilatis erhaben. Neben der kleinen Grube bei 39- wendet sich dieseBcigrcihc nach Nordosten. Sie ist hier am niedrigsten, und nach Schröter (Th. II. S. 285.) 1858

Fuss hoch, erhebt sich aber bald, zeigt auf ihrem Rücken zwei kleine Grübchen, ist bei 40> vvosie endigt, am höchsten und hellsten, und fällt hier schroff ab.

Zwischen dieser Bergreihe und der Bergkette hei 37 hegen noch 3 ausgezeichnet helle Bergkuppen, von denen die höchsten und hellsten mit 4l- und 42- bezeichnet sind. Sie erheben sich sauftT on der südöstlichen Seite, fallen dagegen am nordwestlichen Abhänge um so steiler ab, und habenzwischen sich eine Niederung, die von dunkler Farbe ist, sich zwischen 37. und 42- mit tlem Ma,cserenitatis vereinigt, und auf welcher sich die hellen Bergkuppen sehr heraushebeu, und hei jederBeleuchtung leicht gesehen werden können.

Ocstlich liehen Vitruvius im Mare tranquillilatis, liegen noch einige Höhen, die zum Theil mitdem Ringgebirge dieses Craters Zusammenhängen, und deutlich auf der Charte verzeichnet sind.

Marcus Vitruvius Pollio war ein berühmter römischer Baumeister und Aufseher über die Kriegsma-schinen, der zur Zeit Christi lebte und noch iin hohen Alter 10 Bücher über die Baukunst schrieb, die erdem Kaiser Augustus zueignete, und deren Inhalt besonders wichtig ist.