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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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88 Von dem weiſen Betragen

Frieden zu verſichern. Wenn ein Monarch die uͤbri-gen freyen Maͤchte(§. 42) und das Verhaͤltniß, wor-innen er mit einer jeden europaͤiſchen Macht ſteht,(§. 44) gnugſam kennet: ſo wird er in allen ſolchenVertraͤgen ſo leicht keinen Fehltritt begehen.

§. 56,

Von der alzu⸗ Allein oͤfters reichen alle ſolche Maaßregeln nicht

85 Pn zu, um unſerem eignen Staate, und Europa den Frie-

nes eurogäi den und die Unabhaͤnglichkeit zu verſichern: Es er-

ſchen Reiches. hebt oͤfters ein maͤchtiges Reich, wenn es von einemmuthigen und kriegeriſchen Prinzen beherrſchet wird,ſein Haupt empor; und deſſen Nachbarn, oder ganzEuropa, ſtehen in Gefahr, ihre Freyheit zu verlieren.Ein weiſer Monarch iſt demnach nicht allein befugt,alle dienliche und kraͤftige Maaßregeln zu ergreifen,um ein ſolches Reich in ſeinen gerechten Schrankenzu halten, ſondern er iſt es auch nach ſeiner Pflichtſchuldig, weil die Abhaͤnglichkeit einer der elendeſtenZuſtaͤnde eines Staats iſt(§. 38). Man muß hier,wie uͤberhaupt in dieſem ganzen Hauptſtuͤcke, denGrundſatz annehmen, daß man zwar den Frieden,als die groͤßte Gluͤckſeligkeit der Laͤnder, auf alle Artzu erhalten ſuchen, aber auch aus allzugroßer undſorgloſer Liebe zum Frieden eine kuͤnftige gewiſſe Ge-fahr nicht anwachſen laſſen muͤſſe.

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§. 57.

Noͤthige Maa⸗ Die Maaßregeln, welche man wider die allzuregeln darwider. ſtark anwachſende Macht eines europaͤiſchen Reicheszu ergreifen hat, kommen darauf an. Man mußzuſoͤrderſt erwaͤgen, ob ein ſolches maͤchtiges Reichſeine Macht zum Umſturz ſeiner Nachbarn bereits ge-misbrauchet, und ungerechte Eroberungs⸗ und Ver-groͤße-