92 Von den VertheidigungsmittelnFFêʒFFAeooerZweytes Hauptſtuͤck.
Von den Vertheidigungsmitteln einesStaats.
§. 59.
Das weiſe Be⸗ We haben in dem vorhergehenden Hauptſtuͤcke115 1 alle diejenigen Maaßregeln in der Kuͤrze er-Mächte, it zur wogen, die ein weiſer Monarch zu beobachten hat,Kuselchen Ki⸗ wenn er ſich gegen die uͤbrigen freyen Maͤchte weis-vreichend, t lich betragen, und ſeine Staaten vor dem Kriege,
ſich ſelbſt aber vor der Abhaͤnglichkeit bewahren will.Weil aber alle menſchliche Klugheit und Vorſicht nichtvermoͤgend iſt, einem Staate einen beſtaͤndigen Frie-den zu erhalten, indem oͤfters die Herrſchſucht alleGeſetze des Natur⸗ und Voͤlker⸗Rechts, und alle gehei-ligten Bande der menſchlichen Geſellſchaft verletzet,wenn ſie wahrnimmt, daß man ihr keine kraͤftigernſondern es wer⸗ Mittel, als Vorſicht und Liebe zum Frieden entge-1 vech a gen ſetzen kann(§. 41.); ſo wird noch zur aͤußerli-gungsmittel er⸗ chen Sicherheit erfordert, daß man im Staate wirk-bbedert. liche Vertheidigungsmittel in Bereitſchaft habe, umfeindliche Anfaͤlle und Bewegungen von ſeinen Graͤn-zen abtreiben zu koͤnnen. Dieſe Vertheidigungsmit-tel ſind es demnach, die wir in dieſem Hauptſtuͤckezu betrachten haben.
. 6o0.
Das vornehmk⸗ Das vornehmſte und kraͤftigſte Vertheidigungs-[ mittel eines Staats, worauf deſſen aͤußerliche Si-ein hinlangi⸗ cherheit vornehmlich beruhet, iſt unſtreitig ein wohl4. Krieges⸗ eingerichtetes und hinlaͤngliches Kriegesheer, deſſen8 Staͤrke nach den moͤglichen Kraͤften des Staats, undder Kriegesverfaſſung der benachbarten Maͤchte, be-
ſonders derjenigen, die widrige Abſichten gegen uns
haben,