212 Von der Gruͤndung und dem Flore
zwar in gewiſſer Maaße mit unter der Guͤte be-griffen. Allein, es kann doch eine Waare gut undtuͤchtig, ob gleich aͤußerlich nicht ſchoͤn ſeyn. Unterder Schoͤnheit der Waaren verſteht man aberalles, was daran aͤußerlich ins Auge faͤllt, dieSchoͤnheit der Farben, den Glanz und die Deſſeins.Man ſieht leicht, daß es auch hierauf in dem De-bit der Waaren gar viel ankoͤmmt. Viele Waa-ren, deren innerliche Guͤte eben nicht ſonderlichiſt, haben ſich durch ihre aͤußerliche Schoͤnheitenbeliebt gemacht. Am beſten aber iſt es, wennSchoͤnheit und Guͤte zugleich dabey ſtatten.
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Um die Guͤte und Tuͤchtigkeit der Landesproductezu befoͤrdern; ſo muß die Regierung nicht alleingewiſſe Ordnungen und Reglements bekannt machen,was dieſe oder jene Waaren vor Beſchaffenheit ha-ben ſollen*); ſondern ſie muß auch gewiſſe Aufſeheranordnen, welche die verfertigten Waaren beſichti-gen, und die guten und tuͤchtigen, wo es noͤthigund thunlich, mit einem gewiſſen Zeichen von denen-jenigen unterſcheiden, welche nicht nach Vorſchriftder publicirten Reglements verfertiget ſind; undwenn man, wie es allerdings rathſam iſt, den aus-zufuͤhrenden Landesproducten eine gaͤnzliche Zoll-Mauth⸗ und Acciſe⸗Freyheit zugeſteht: ſo muͤſſenſolche allein die guten und zu dem Ende bezeichne-ten Waaren genießen. Es iſt auch oͤfters noͤthig,daß man zu Befoͤrderung der Landesproducte ge-wiſſe Preiße und Belohnungen auf die nach derlandesherrlichen Vorſchrift verfertigten Waaren ſe-tzet; und wenn der Hof wahrnimmt, daß es zutuͤchtiger Bearbeitung gewiſſer Producte noch an die-ſer oder jener Wiſſenſchaft oder Geſchicklichkeit fehlet:ſo muß er alles anwenden, um in der Sache ge-nugſam erfahrne Leute kommen zu laſſen, oder dieſeer-