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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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227
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der Commercien. 227

kereſſe, als die Wohlfahrt des Staats zum Augen-merke(§. 179): folglich kanndie Art und Weiſe desKaufhandels nicht ihrer bloßen Willkuͤhr uͤberlaſſenwerden. Allein es iſt gleichfalls gewiß, daß eineuͤble Einrichtung der Zoͤlle, Mauthen und Acciſen,die mit dem wahren Vortheile des Staats, und demWeſen der Commercien nicht uͤbereinſtimmet, eineder groͤßten Hinderniſſe vor einen bluͤhenden Kauf-handel ſind. Es iſt demnach noͤthig, daß wir diegute Einrichtung dieſer Regeln, ſo wie ſie zu Be-foͤrderung der Commercien erfordert werden, etwasnaͤher betrachten.

§. 212.In Abſi cht auf die Zoͤlle, Mauthen und Acciſen zer lntheilung

ſind die Waaren von dreyerley Beſchaffenheit. Sie de 18ſind entweder ¹) ausgehende, oder 2) eingehende,“ Neeroder 3) durchgehende Waaren; und die ausgehen-

den Waaren ſind entweder voͤllig bearbeitete, oder

annoch unzubereitete und rohe Waaren; ſo wie dieeingehenden entweder entbehrlich oder unentbehrlich

ſind. Die Zoͤlle, Mauthen und Acciſen haben alſo

eigentlich hauptſaͤchlich mit fuͤnferley Arten von

Waaren zu ſchaffen; und nach Maaßgebung derſel-

ben muͤſſen auch fuͤnf beſondere Grundregeln genom-

men werden, wenn dieſe Abgaben eine zur Wohl-

fahrt des Staats und Aufnahme der Commercien

dienliche Verfaſſung und Einrichtung haben ſollen.

§. 213.

Die erſte Grundregel iſt demnach, alle ausgehende Nüe ntexgee-Waaren, die im Lande gewonnen und voͤllig zube⸗ de volkomme-reitetſind, muͤſſen mit gar keinen Zoͤllen, Mauthen bund Acciſen beſchweret werden*). Die einzige Art keinen Zöͤllenvortheilhaftiger Commercien beruhet bloß auf ſolchen ien be-ausgehenden Landesproducten(§. 183); und eine wei⸗—

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