weyte Regel:Alle rohe Waa-ren muͤſſen garnicht ausgefuͤh-ret oder ſtarkmit Abgaben be-leget werden.
Dritte Regel:Alle eingehendeentbehrlicheWaaren muͤſ-ſen mit ſtarkenZoͤllen, Mau-
230 Von den Huͤlfsmitteln
3§. 214.
Die zweyte Grundregel iſt, alle ausgehende Waa-ren, die zwar im Lande gewonnen, aber noch rohund unzubereitet ſind, ſo daß ſie andern Laͤndern zuMaterialien ihrer Waaren dienen, muͤſſen entwedermit ſtarken Zoͤllen, Mauthen und Acciſen beſchwe-
ret, oder die Ausfuhre muß ganz und gar nicht ge-
ſtattet werden. Denn wenn dieſe rohen Materia-lien im Lande voͤllig zubereitet werden: ſo werden da-durch nicht allein mehr Menſchen ernaͤhret; ſondern
der Reichthum des Landes gewinnt auch ungleich
mehr dabey, als wenn ſie vor einen weit geringernPreiß unverarbeitet aus dem Lande gehen. Jedochmuß eine weiſe Regierung dabey vernuͤnftige Be-trachtungen machen; ob im Lande bereits genugſameAnſtalten und Wiſſenſchaften ſind, dieſe rohen Waa-ren vollkommen zu bearbeiten; und ob man durchdieſes Verboth zu dem vorgeſteckten Ziele gelangenwird; oder ob ſie in andern Laͤndern leicht und in ge-nugſamer Menge zu haben ſind, ſo, daß das Ver-both der Ausfuhre zu nichts weiter dienet, als an-dern Nationen haͤufigern Abgang zu verſchaffen.Vornehmlich aber muß erwogen werden, ob die voͤl-lige Zubereitung der Waͤare den Werth derſelbenſehr ſtark, oder nur ganz maͤßig vermehret. Dennwenn der Werth dadurch nicht viel hoͤher wird; ſowuͤrde man nicht allzu wohl thun, wenn man ſichdeshalb der Gefahr ausſetzen wollte, den ganzenHandel damit zu verlieren.
§. 215.
Nach der dritten Grundregel muͤſſen alle eingehen-de entbehrliche Waaren gleichfalls mit ſtarken Zoͤllen,Mauthen und Acciſen beleget werden; denn wenn ſiein der That entbehrlich ſind; ſo gereichet die Ein-fuhre
.ihxaii din cReracn ll. HükeiTndüt.“anb