der Conitiiercien. 2Z9
len Ländern zu allen Zeiten diesen Treu und Glau- -ben der Regenten vor eine Sache angesehen hak,die ohne Bedenken verletzet werden könnte: so ha-ben sich auch dieAuslanderan dieses öffentliche Zeug.niß von dem Werkhedeö Geldes nicht gekehret; son.dern sie wissen die Sachen solchergestalt einzurich-ten, daß sie das Geld dennoch nicht höher anneh-men, als derwahreinnerlicheGehaltbeträgt(§. 177).
Ja damit sie desto sicherer ohne Schaden bleiben; sothun sie, durch ihre Wechselcourögelder, Agio, Pro-vision und dergleichen, der Sache eher zu viel als zuwenig. Ein Regent also, der schlechtes Geld aus-prägen läßt, bekriegt sich sehr, wenn er glaubt, daßer dadurch seinem Lande, oder sich selbst,Vortheil stiftekann. Ich werde dieses in dem zweyten Theile beydem Münzregale ausführlicher zeigen. Vielmehrwerden dadurch den Commercien des Landes vieleHindernisse und Schwierigkeiten zugezogen. Es istalso gleichfalls ein betrachklichesHülfsmittel derCom-mercien*-, wenn ein Land mit guten Geldsorten ver-sehen ist, die den wahren innerlichen Werth in derThat haben, welcher darauf angezeiget ist. Eineweise Regierung soll demnach nicht allein ihr eigenGeld aufeinen solchen Fuß setzen, sondern auch allemausländischen Gelde keinen hohem Cours gestatten,als sein wahrer Gehalt ausmacht.
") Es ist kein Zweifel, daß ein niedriger Wcchselcourseine sehr schädliche Sache vor ein Land ist, und zweyUmstände sind es hauptsächlich, die den Wcchselceursin ein Land schlecht und niedrig machen, i) wenn eszn Vergütung der HandlungSbilanz viel Geld jähr-lich an andere Nationen bezahlen muß, und 2) wennes geringhaltige Münzsorten hat. Ein Land, dassich in diesen zwey Umständen befindet, siebt garnicht wohl. Allein, die daraus entspringende Be-schaffenheit des Wechselcourses wird eS vollends ent-kräften. Ueberhaupt befindet sich das Münzwesenlrentiges Tages in einem unaussprechlich schlechten
Zusiaur