zu Vermehrung des Reichthums. 247
kein Bergbau ſeyn, der beſtaͤndig mit Verluſt ge-bauet werden muͤßte.
§. 230.
Die Maaßregeln der Regenten um den Bergbau
zu befoͤrdern, laſſen ſich vornehmlich in drey Claſſen er vegnxeng-bringen. Es muͤſſen naͤmlich 1) die Unterthanen baucs.zum Bergbau aufgemuntert und angereizet werden;2) die Art und Weiſe des Bergbaues muß zur Auf-nahme und Befoͤrderung deſſelben eingerichtet wer-den; und 3) die Bergwerkswiſſenſchaften muͤſſen ingrößere Vollkommenheit geſetzet und tuͤchtige undgeſchickte Subjecta in denſelben erzogen werden.Dieſe dreyerley Maaßregeln wollen wir in etwasgenauer zergliedern.
Ob gleich die Rechte des Landesherrn ſich nicht Zuerſtmuß einallein auf den zu erhaltenden Zehenten, den Verkauf be. eder Metalle und andere zu dem Bergregal gehoͤrige werden.Gerechtſamen erſtrecken; ſondern den wirklichen An-bau aller Arten von Mineralien ſelbſt in ſich ſchließen,wie ſich unten im zweyten Theile veroffenbaren wird;ſo kann doch ein Landesherr alle Arten von Minera-lien ſchwerlich ſelbſt anbauen, weil dieſes in dem Etatſeiner Ausgaben allzuvie! Aufwand und Unordnungverurſachen und ſeine Einkuͤnfte ungewiß machenwuͤrde; zu geſchweigen, daß die meiſten Metalle undMineralien zu dem Commercienweſen und Landesge-werben gehoͤren, die ein guͤtiger und weiſer Regentallemal ſeinen Unterthanen uͤberlaſſen ſoll. Das er-ſte, was demnach die Regierung zu Befoͤrderung desBergbaues zu unternehmen hat, iſt, daß ſie ein freyesBergwerk, oder freyen Bergbau, publiciret, derge-ſtalt, daß jedermann erlaubet wird, unter Beobach-tung der Bergrechte, nach Mineralien zu ſchuͤrfen
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