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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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261
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im Lande. 261

darunter leiden; und das Geld geht entweder groͤßten-theils aus dem Lande, oder es bleibt in den Haͤndender Privatperſonen muͤßig liegen. Da hingegenwenn der geſammte Nahrungsſtand ſeinen guten Zu-ſammenhang hat, dergeſtalt, daß immer ein Ge-werbe dem andern die Hand biethet: ſo wird auchder Reichthum des Landes in beſtaͤndiger Bewegungſeyn. Die Vorſorge der Regierung muß demnachauf dieſen Zuſammenhang des Nahrungsſtandesbeſtaͤndig gerichtet ſeyn.

§. 246.

Wenn dieſe Vorſorge der Regierung gruͤndlich undmit gutem Erfolge geſchehen ſoll; ſo muß der Re-gent vor allen Dingen die Anzahl des Volkes in ſei-nen Landen wiſſen, damit er einſehen kann, ob derAckerbau ſo beſchaffen iſt, dieſe Menge Volkes ohnefremde Beyhuͤlfe zu ernaͤhren, und auf Miswachsund theure Zeiten einen genugſamen Vorrath zu lie-fern. Das Volk im Lande ſoll dannenhero wenig-ſtens alle drey Jahre genau und richtig gezaͤhlet wer-den; und wenn man einmal dieſe Arbeit unternimmt;ſo muß man dieſe Zaͤhlung ſolchergeſtalt einrichten,daß ſie vor die Direction der Bevoͤlkerung und desZuſamenhanges des Nahrungsſtandes recht brauch-bar wird. Man muß dannenhero bey dieſer Zaͤh-lung hauptſaͤchlich auf zweyerley Umſtaͤnde das Au-genmerk richten, daß naͤmlich 1) derjenige Theil desVolkes, der zur Zeugung und Fortpflanzung ge-ſchickt iſt, daraus erkannt werde; und 2) daß mandie Handthierungen und Lebensarten der Menſchen,und mithin den fleißigen Theil des Volkes, der inden Nahrungsſtand am meiſten Einfluß hat, dar-aus einſehen kann. Ich habe eine Tabelle verferti-get, welche meines Erachtens dieſen doppelten End-zweck genugſam erfuͤllet*), und deren Mittheilung

R 3 folg-

Der Regentmuß zufoͤrderſtdie Anzahl desVolkes und desfleißigen undnuͤtzlichen Thei-les deſſelbenwiſſen.