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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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268
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Man ſollteOekonomie-inſpectoresverordnen.

268 Von dem Nahrungsſtande

zweck, wenn man die Ausfuhre mit einem anſehnli-chen Zolle beſchweret. Wenn der Zoll und die Trans-portkoſten denen Auslaͤndern 15 bis 20 pro Cent zuſtehen kommen, und mithin unſere Manufacturen undGewerbe ſolche um ſo viel wohlfeiler haben; ſo ha-ben ſie gewiß einen ſehr großen Vorzug vor den Aus-laͤndern. Wenn ſie bey dieſem Vorzuge nicht beſte-hen und den Auslaͤndern den Debit abgewinnen kon-nen: ſo iſt gewiß ihre Einrichtung und Anlage ſoſchlecht beſchaffen, daß man wenig Hoffnung zu ih-nen haben kann. Nur in dem Falle iſt alſo dasVerbot rathſam, wenn ſie im Lande genugſam aufge-kaufet und verbrauchet werden. Denn alsdenn lei-det die Landwirthſchaft keinen Nachtheil dabey; undes iſt allemal beſſer, unſere Materialien ſelbſt zu ver-arbeiten, als den Auslaͤndern den Verdienſt und Ge-winnſt davon zu uͤberlaſſen.

§. 251.

Es iſt zu verwundern, daß man noch faſt allent-halben unterlaͤßt, gewiſſe Oekonomieinſpectores anzu-ordnen, da doch der Nutzen einer ſolchen Einrichtungoffenbar in die Augen faͤllt. Ein ſolcher Oekonomie-inſpector koͤnnte nicht nur in ſeinem anvertrauten Di-ſtricte, nachdem er die Natur und Beſchaffenheit derGegend und des Bodens genugſam unterſuchet haͤtte,den Landleuten alle noͤthige Vortheile zu beſſerer Ex-colirung der Landwirthſchaft an die Hand geben, ſon-dern auch auf erſtatteten Bericht und erhaltene Be-fehle die Gewinnung dererjenigen Landesproducte, diedie daſige Gegend ertraͤgt, veranſtalten. Er koͤnnteſich die Urbarmachung unfruchtbarer Felder und Hei-den, die Austrocknung der Suͤmpfe, die Verwahrungder Aecker und Wieſen vor der Ueberſchwemmung derFluͤſſe, und hundert andere nuͤtzliche Dinge zum Be-hufe des Zuſammenhanges der Landoͤkonomie mit demuͤbrigen Nahrungsſtande im Lande angelegen ſeyn laſ-ſen, deren Mangel und ſchlechte Verfaſſung den Un-tertha-

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