und Handlverks-Mesm. zoz
desRegenten; und es ist allerdings nöthig, daßder-gleichen im Lande selbst angelegt werden *). Dennob zwar hier nur eine Amtauschung des Geldes gegenGold und Silber vorzugehen scheint: so ist doch zuerwägen, daß die Gold- und Silber-Borten und Spi-tzen gemeiniglich um die Hälfte theurer, oder nocheinmal so hoch verkauft werden, als der wahre Werthdes Goldes und Silbers darinnen ausmacht. Mit-hin geht dennoch ungleich mehr Gold und Silber ausdem Lande, als davor hinein gebracht wird; und dieNahrung des Landes leidet Abbruch, indem bey der-gleichen Fabriken viele Menschen ernähret werdenkönnten. Die Anlegung dergleichen Fabriken machtam allerwenigsten Schwierigkeit; und der Landesherrhat zu deren Beförderung weiter nichts zu thun, alsdie Einführe ausländischer goldner und silbernerBorten und Spitzen zu verbieten, und aufdie Tüch-tigkeit der Waare, desgleichen aufden Gehalt des zuverarbeitendenGold undSilbers ein wachsames Augezu haben.
*) Hier werden vielleicht einige glauben, daß es bessersey, die Tragung des Goldes und Silbers auf denKleidern ganz und gar nicht zuzulassen: so habe mandergleichen go!d und silberner Bortenfabriken garnicht nöthig, welches viel besser sey, indem dasselbedadurch der Circulation entzogen, und so gar vielesdavon durch daS Tragen verloren gehe. Diesessind dieGrünse, die uns einige weise Verbesserer devStaatswirrhschaft entgegen halten: indem sie an sol-chen Kleinigkeiten, die aber sehr in das Auge fallen,ihre große Sorgfalt vor die Wohlfahrt des Staatszu Tage legen wollen, und dargegen tausendmal wich-tigere Dinge außer Acht lassen. Vermuthlich istman auch durch dergleichen Gründe in Dänemarkund einigen andern nordischen Staaten bewogenworden, die Tragung der gvldncn und silbernen Bor-ten zu verbieten. Ja man wollte sogar vor eini-gen Jahren in Portugal ein gleiches Verbot ergehenlassen, ohngeachtet Gold und Silber ihre Landcspro-
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