und des Bettelns. Z2Z
Gränzen, die einheimischen aber an den Ort ihrerGeburt geschaffet, um daselbst von den GemeindenErnährer zu werden. Allein, alle diese Mittel sindgänzlich ohne Wirkung gewesen. Es ist wenig Zeitverflossen, so ist das Land eben mit so vielen Bett»lern überschwemmet gewesen, als vorhin.
§. ziz.
Es ist nur ein einziges Mittel, welches seine ohn- D>'e jmignnmdfehlbare Wirkung hat, das Betteln zu steuren. Die-ses besteht darinnen, daß man alle junge, gesunde bersvckujec ei»und starke Bettler, die sich über dem Betteln betre- sperret wer-ten lassen, so fort anhält, und in gewisse Arbeitshäu-ser einsperret, um daselbst zur Arbeit angehalten zuwerden. Dahingegen müsse alle alte, gebrechlicheund unvermögende arme Leute, die keinen Unterhalthaben, in Hospitälern und Armenhäusern verpflegetwerden. Von diesem Mittel hat man sich eine ganzunfehlbare Wirkung zu versprechen. Denn wenndie starken Bettler und Landstreicher wissen, daß sieeingesperret und zur Arbeit angehalten werden: sowerden sie entweder das Land von selbst verlassen,oder sie werden lieber erwählen, vor sich selbst zu ar-beiten und sich ehrlich zu ernähren: denn die Frey.heit ist jedem Menschen sehr schätzbar.
Dieses Mittel hat auch gar nichts unbilliges an Dieser Mittelsich. Die allgemeine Ausflucht aller gesunden undstarken Bettler ist, daß sie nichts zu arbeiten bekom.men können. Wohlan denn! diese Ausflucht mußdie oberste Gewalt, welche vor alle ihre Unterthanenzu sorgen verbunden ist, zu nichte machen, und ihnenzu arbeiten geben. Hierdurch erlangen sie den nö.thigen Unterhalt; und wenn sie ihre Arbeit gehörigverrichten: so dürfen sie gar nicht hart gehalten wer-
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