in den Staͤdten. 492
rungsart zu ihrem Hauptzwecke gemacht haben: ſoberuhet das Hauptwerk ihrer Geſchaͤffte darinnen,daß ſie ſowohl allerley geſchickte und fleißige Perſo-nen in den Wiſſenſchaften, Kuͤnſten, Manufactu-ren und Gewerben, als einen genugſamen Vorrathvon allerley rohen, verbeſſerten und vollkommenenWaaren zu erlangen ſuchet, damit ſie nicht allein ih-
rer eignen Beduͤrfniß, Erhaltung und beſſern Auf-nahme, dadurch zu ſtatten kommen, ſondern auchvornehmlich dem Hauptendzwecke, den ſie in der Ver-bindung und den Zuſammenhang mit dem geſamm-ten Nahrungsſtande des Landes hat, eine vollkom-mene Gnuͤge leiſten moͤge. Es ſind alſo im Grundezweyerley Hauptgeſchaͤffte in einer Stadt. Dieerſte Art koͤmmt auf die Erlangung der zu ihremEndzwecke tuͤchtigen Perſonen, und die andere Artauf die Gewinnung allerley Waaren und Guͤter an,und hierauf muͤſſen alle ihre Anſtalten, Maaßregeln,Einrichtungen und Bemuͤhungen gerichtet ſeyn.Das erſte ſchließt die Wiſſenſchaften und Schulenſowohl als andere Arten des Unterrichts, als welchesalles vornehmlich in die Staͤdte gehoͤret; das ande-re aber die Gewerbe in ſich; und bey beyden mußdie Policey eine Menge von Anſtalten und Einrich-tungen anwenden, die aber in die Policeywiſſenſchaftgehoͤren, und auch im erſten Buche beruͤhret wordenſind: ſo viel es in dieſem Werke, ſeinem Endzweckenach, geſchehen koͤnnen.
§. 483.
Indem wir uns hier lediglich um die Oekonomie Hier haßen witder Privatperſonen in den Staͤdten bekuͤmmern: ſo verehmlich dihaben wir vornehmlich zweyerley Augenmerke vor 8 eruns, 1) waͤs bey der Wirthſchaft und Einrichtung den-der Nahrungsgeſchaͤffte nach Maaßgebung der all⸗ in den Stadtengemeinen Haushaltungsregeln zu bemerken iſt, und zu betrachten.
Staatsw. I Cch. S 2) wie