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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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522
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522 Von der Wirthſchaft

AgFARꝓ A

Dritter Abſchnitt.Von der Wirthſchaft auf dem Lande.

§. 503.

D Wirthſchaft auf dem Lande iſt die zweyte

Hauptclaſſe aller Nahrungsgeſchaͤffte, undmithin gleichfalls ein hauptſaͤchlichſter Gegenſtandder Haushaltungskunſt, worauf ihre allgemeine Leh-ren angewendet werden muͤſſen(§. 416.). Weilauch hier nicht ſo vielerley Arten von Gewerben undNahrungsgeſchaͤfften getrieben werden, als in denStaͤdten, indem hier allenthalben nur einerley Nah-rungsart getrieben wird, welche darauf ankoͤmmt,die auf dem Lande befindlichen Grundſtuͤcke wohlund wirthſchaftlich zu nutzen: ſo laͤßt man es hiernicht bey einer bloßen Anwendung der allgemeinenHaushaltungsregeln bewenden; ſondern man gehtin das Weſen und in die Art und Weiſe dieſer Ge-ſchaͤffte ſelbſt ein. Die Lehre von der Landwirthſchaftiſt alſo nicht allein ein Theil der Haushaltungs-kunſt, ſondern auch an und vor ſich ſelbſt eine beſon-dere Wiſſenſchaft, die man jedoch als eine unterge-artete Wiſſenſchaft von der Oekonomie anſehen muß,ob ſie gleich oͤfters mit dieſem Namen allein belegtzu werden pfleget.

§. 504.

Einthei2lung Wenn wir aber die Wirthſchaft auf dem Lande

vollſtaͤndig vortragen wollen; ſo muͤſſen wir zufoͤr-derſt die innerliche Einrichtung und den geſammtenZuſammenhang der Landwirthſchaft erwaͤgen; unddieſes iſt eben derjenige Theil von derſelben, wodurchſie