auf dem Lande. 523
ſie mit der Haushaltungskunſt zuſammen haͤngt undworinnen mithin die allgemeinen Regeln verſelbenvornehmlich angewendet werden muͤſſen. Sodannhaben wir in die Geſchaͤffte ſelbſt einzugehen; undda finden wir zwey große Hauptgeſchaͤffte, als dievornehmſten Gegenſtaͤnde allerandwirthſchaft, naͤm-lich den Ackerbau und die Viehzucht, davon folglichjeder beſonders betrachtet werden muß. Solchem-nach erfordert die Natur unſerer vorhabenden Ma-terie, daß wir aus dieſem Abſchnitte drey Haupt-ſtuͤcke machen, davon das erſte den Zuſammenhangder geſammten Landwirthſchaft, das zweyte denAckerbau, und das dritte die Viehzucht zum Augen-merke haben wird. 1
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Grſtes Hauptſtuͤck.
Von dem Zuſammenhange der geſamm-ten Landwirthſchaft.
§. 505.
De Landwirthſchaft iſt ein Zuſammenhang vonNahrungsgeſchaͤfften, um vermittelſt des Acker-baues und der Viehzucht die auf dem platten Landebefindlichen unbeweglichen Guͤter beſtmoͤglichſt zunutzen, und zur menſchlichen Nothdurft und Be-quemlichkeit allerley rohe Waaren und Materialiendaraus zu gewinnen. Die Landnahrungsgeſchaͤffteunterſcheiden ſich alſo von den Stadtnahrungsge-ſchaͤfften hauptſaͤchlich darinnen, daß man ſich indenſelben bemuͤhet, rohe Waaren und Guͤter zu er-zeugen, dahingegen man ſich in den Staͤdten vor-nehmlich mit der Zubereitung und Verbeſſerung der1 rohen
Begriff vonder Landwirth-ſchaft und denendarzu gehoͤrigenGeſchafften ſo-wohl, als vomLandleben.