Buch 
1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
Entstehung
Seite
554
JPEG-Download
 

Was bey demFruͤchte zu beob-achten iſt.

554 Von dem Zuſammenhange

.592.

Eine ſolche Verfaſſung und Einrichtung hat auch

in die Verfahrung der Fruͤchte ihren großen Nutzen.Man kann ſolche alsdenn im Winter bey guten We-gen und gelegener Zeit vornehmen, wenn andere aus

Noth ihre Pferde in ſchlechten Wegen faſt zu Grunde

Von den Ne-bengeſchaͤfftenbey der Land-wirthſchaft: undzwar 1) vonWaldungenund Geholze.

richten muͤſſen. Uebrigens muß ſich ein Landwirthbemuͤhen durch die Intelligenzblaͤtter und andereNachrichten von dem Getreidepreiße in den benach-barten Staͤdten, wo Kornhandel getrieben wird, ge-nugſam Kenntniß zu haben; da er denn nicht alleinden Preiß ſelbſt, ſondern auch die Weite und Be-ſchaffenheit des Weges; die zu entrichtenden Zoͤlleund andere Unkoſten, das Kornmaaß der Stadt unddas Betragen der Kornhaͤndler, die Muͤnzſorten,welche in dieſer oder jener Stadt am meiſten ausge-zahlet werden, und dergleichen Dinge mehr, in Be-tracht ziehen muß. Denn ein paar Groſchen mehrim Preiße machen es keinesweges aus, daß mandeshalb dahin fahren muß. Am beſten aber iſt es,wenn der Landwirth ſolche Kornhaͤndler an ſich hat,die ſichere und ehrliche Leute ſind, und die ihm ſein Ge-treide nach dem marktgaͤngigen Preiße allemal abneh-men; da er denn auch vor dem Unterſchleife ſeinesVerwalters, oder andern Geſindes, geſichert iſt.

§. 533.

Das, was ich bis hieher vorgetragen habe, iſtdie innerliche Einrichtung und der Zuſammenhang,worauf es bey allen und jeden Landwirthſchaften an-koͤmmt. Es giebt aber noch verſchiedene Nebenge-ſchaͤffte, die, wo nicht bey allen, dennoch bey garvielen Landwirthſchaften vorfallen, und folglich hiergleichfalls in etwas eroͤrtert werden muͤſſen. Dar-unter verdienet nun in Anſehung der in allen Haus-haltungen noͤthigen Feurung das Holz und die Wal-

dungen,