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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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558
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558 Von dem Zusammenhange

«') Man erhalt hierdurch einen gedoppelten Nutzen,erstlich den Nutzen des TeicheS an sich selbst; undsodann, wenn auch der Teich nicht allzu groß ist:so wird doch die ganze übrige feuchte und morastigeGegend dadurch trocken und zu brauchbarem Bodengemacht. Wenn also ein Hauswirt!) unterlaßteinen morastigen Grund auf diese Art zu nutzen;so befleißiget er sich schlecht auf seine Wirlbschast.Es ist sogar dieses letzten, Endzwecks allein halber,öfters nöthig Teiche zn graben, wenn sie auch wegenMangel frischen Wassers z» Unterhaltung der Fischevicht recht brauchbar sind.

§. 5 ' 6 >

Von dem Ich komme nunmehr« auf ciu NcbennahrungS»cknmi^Neb'en-^ geschaffte der Landwirthschaft, von welchem zuwün-nahrungs - Gc- scheu wäre, daß es sich die Landwirthe in Deutsch-band"^^"' ^nd mehr angelegen seyn ließen- als zeikher gesche-hen ist. Man wird vielleicht schon vermuthen, daßich hier von dem Seidenbau reden will; und gleich-wie ich ihn in dem vorhergehenden Abschnitte denStädten bey ihren Lustgarten angepriesen habe; somuß ich ihn noch mehr den Landwirchcn empfehlen-die darzu die beste Gelegenheit haben. In derThat kann dieses Geschaffte einem Landwirthe zu gros-sem Nutzen gereichen, wenn sie sich nur die Erzie-hung guter Mauibeerbaume angelegen seyn lassenwollten; gesetzt, daß sie auch die Wartung der Sei-dcnwürmcr selbst zu mühsam hielten. So bald wirgenügsame Mauibeerbaume haben: so werden sichauch Leute finden, weiche die Würmer warten undandern die Blatter abkaufen. I n Italien wird ge-meiniglich vor einen vollkommenen großen und'wohl-gezogencn Baum jährlich drey, vier und fünf Tha-ler bezahlet, und mancher Edelmann, der jährlicheinige tausend Thaler Einkünfte hat, würde von sei-nem Grunde kaum so viel hundert Thaler Einkom-men