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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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559
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der Landwirthſchaft. 559

men haben, wenn er keine Maulbeerbaͤume daraufhaͤtte. Es koͤnnen aber dieſe Baͤume nicht allein inden Gaͤrten auf dem Landeh zogen werden; ſondernman kann ſie auch an die Aecker und Wieſen verſe-ten; ja auf den Aeckern ſelbſt, beſonders in ſondig-ten Gegenden, koͤnnen ſie nutzlich verpflanzet werden. 3Man hat in der Mark befunden, daß! die darauf ge-ſetzten Maulbeerbaͤume die Winde abgehalten ha-ben, welche oͤfters in ſandigtem Acker die Wurzeln desGetreides entblößen, und die Verdorrung des Sten-gels verurſachen.

§. 537.

Endlich, ob ich gleich bereiks oben in dem Ab⸗ Ven dem Bier-ſchnitte von der Stadtwirthſchaftunter den vermiſch⸗ un Branmte-ten Nahrungsgeſchaͤfften von der Bier⸗ und Brann⸗ auf dem bande.tewein⸗Brauerey gehandelt habe: ſo ſind doch dieſeNahrungsgeſchaͤffte auch vor viele Landwirthe ſowichtig, daß ich derſelben hier noch einmal gedenkenmuß. Beſonders koͤnnen diejenigen Landguͤter, ſomit der Gerechtigkeit Bier zum freyen Verkaufe zubrauen, verſehen ſind, anſehnliche Einkuͤnfte davonziehen. Wenn ſie ſich befleißigen, ein gutes undwohlſchmeckendes Bier zu haben; oder wenn ſieBreyhan, Goſe und dergleichen anderes in ihrerGegend beliebtes Getraͤncke, in genugſamer Guͤtebrauen: ſo wird daſſelbe oͤf rers auf viele Meilen umſie herum, und ſelbſt in die Staͤdte verfahren; dadenn ein Landgut weit groͤßern Nutzen hot, als wennes ſein Getreide zu Markte fuͤhren muß. Eben ſokann ein Landwirth mit ungleich groͤßerm VortheileBranntwein brennen, als in den Staͤdten geſchieht;indem daſelbſt das Getreide, in Anſehung des Fuhr-lohns, PGee e er iſt. Ueberdieß kann ein Land-wirth das bey dem Braantewei inbsennan zu maͤſtendeVieh groͤßten Theils ſelbſt zuziehen, welches in

Staͤdten